Edelmetalle

UBS passt Edelmetall-Prognosen an: Palladium und Platin gesenkt - auch Gold und Silber im Fokus


UBS passt Edelmetall-Prognosen an: Palladium und Platin gesenkt - auch Gold und Silber im Fokus

Die UBS senkt ihre Prognosen für Palladium und Platin wegen schwächerer Nachfrage und konjunktureller Risiken. Gold und Silber bleiben von geopolitischer Unsicherheit geprägt.

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• UBS senkt ihre Prognosen für Palladium und Platin um jeweils 200 US-Dollar je Unze
• Palladium bleibt stark vom Automobilsektor abhängig, der den Großteil der Nachfrage ausmacht
Gold wird weiter von Unsicherheit gestützt

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UBS senkt Prognose für Palladium

Wie Investing berichtet, hat die UBS ihre Preisprognose für Palladium und Platin um jeweils 200 US-Dollar je Unze gesenkt und verweist auf eine schwächere Nachfrage sowie wirtschaftliche Risiken. Für Palladium liegt die neue Erwartung demnach bei 1.600 US-Dollar je Unze statt zuvor bei 1.800 US-Dollar. Grund sei vor allem die starke Abhängigkeit vom Automobilsektor: Autokatalysatoren in benzinbetriebenen Fahrzeugen machten in den vergangenen sechs Jahren rund 80 bis 85 Prozent des Gesamtverbrauchs aus, berichtet Investing unter Verweis auf die Strategen Giovanni Staunovo und Wayne Gordon. Zudem verweisen die Strategen auf die Risiken für den Markt durch den Wandel in der Automobilbranche hin zu Elektrofahrzeugen: "Mit der fortschreitenden Elektrifizierung der Automobilindustrie ist ein großer Teil der Nachfrage gefährdet", heißt es.

Der größte Palladiumproduzent treibt neue Anwendungen voran und hat Patente angemeldet, die laut Einschätzung "zwischen 2030 und 2035 eine Nachfrage von 1,7 Millionen Unzen erzeugen werden" - als wichtigste neue Verbrauchsquelle gilt dabei die Glasfaserproduktion in China. Auch die Solarenergie und Mikroelektronik stellen unter anderem potentielle Anwendungsbereiche dar, doch würde die prognostizierte neue Nachfrage von 1,7 Millionen Unzen weiterhin nur einen Bruchteil des jährlichen Verbrauchs von rund 8 Millionen Unzen im Katalysatorensektor ausmachen, heißt es weiter.

"Ohne neue Nachfragemärkte dürfte Palladium unserer Einschätzung nach in den kommenden Jahren in ein strukturelles Überangebot geraten", zitiert Investing die Experten der Schweizer Großbank.

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UBS reduziert Platin-Prognose - bleibt jedoch vorsichtig optimistisch

Darüber hinaus senkte die Bank auch ihre Platin-Prognose um 200 US-Dollar - auf 2.300 statt 2.500 US-Dollar je Unze, da sich Anzeichen einer zuvor angespannten Marktlage zuletzt abgeschwächt haben. Leasingraten, ETF-Bestände und spekulative Positionierungen gingen deutlich zurück, während sich die Platinimporte nach China stabilisierten, heißt es weiter. Trotz der Anpassung bleibt die UBS für Platin moderat optimistisch eingestellt, gestützt durch die Erwartung von steigenden Goldpreisen.

Silberpreis über Gleichgewichtsniveau

Die Silber-Futures notieren aktuell bei etwa 77,66 US-Dollar (Stand: 06. Mai 2026) und damit über dem täglichen VC-PMI-Durchschnitt von 75,64 US-Dollar, der als wichtige Gleichgewichtsmarke gilt. Wird dieser Wert gehalten, deutet vieles auf ein stärker werdendes Aufwärtsmomentum hin, während bei Kursen darunter kurzfristig Verkaufsdruck droht, heißt es weiter.

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Goldpreis: Bullischer Breakout

Die Gold-Futures notieren derzeit bei 4.698,41 US-Dollar (Stand: 06. Mai 2026) und damit oberhalb wichtiger Widerstandsmarken. Nachdem die Zonen bei 4.690 und 4.638 US-Dollar nach oben durchbrochen wurden, gilt die Marke von 4.775 US-Dollar als nächste zentrale Hürde, so Investing. Der Goldmarkt hat damit eine kurzfristig bullische Tendenz eingeleitet - ein nachhaltiger Anstieg über 4.775 US-Dollar könnte weitere Aufwärtspotenziale eröffnen.

Unsicherheit und sichere Häfen im Fokus

Der Goldpreis bleibt weiterhin stark von geopolitischen Risiken und geldpolitischer Unsicherheit geprägt, während ein schwächerer US-Dollar sowie die Unsicherheit rund um die US-Notenbank zusätzliche Impulse liefern, so Capital.com. Langfristig bleiben Analysten für Gold optimistisch und erwarten bis Ende 2026 deutlich höhere Preise, gestützt durch Zentralbankkäufe, Zinserwartungen und geopolitische Risiken, heißt es weiter.

Unter Berufung auf verschiedene Bankenprognosen reicht die Spanne der Erwartungen für Ende 2026 von 3.800 bis 6.250 US-Dollar. Während Goldman Sachs ein Ziel von 5.400 US-Dollar ausgibt (mit einem Negativszenario bei 3.800 US-Dollar), liegen State Street Global Advisors mit bis zu 6.250 US-Dollar und die Schweizer Privatbank UBP mit 6.000 US-Dollar noch optimistischer am Markt.

Svenja Polonyi, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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