E.ON-Aktie stärker: Konzern zahlt Entschädigung bei verspäteten Schlussrechnungen
Frühere E.ON-Stromkunden können für verspätete Strom-Schlussrechnungen jetzt eine Entschädigung in Höhe von 15 oder 30 Euro beantragen.
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Darauf haben sich E.ON Energie Deutschland und der Verbraucherzentrale Bundesverband in einem Vergleich geeinigt, wie der Verband in Berlin mitteilte. Die Vereinbarungen gelten auch für die Zukunft. Vorangegangen waren jahrelange gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen dem Verband und dem Stromversorger.
Das Unternehmen habe sich verpflichtet, Ex-Kunden zu entschädigen, die seit Ende März 2024 länger als gesetzlich vorgeschrieben auf die Schlussrechnung warten müssen. Um die Entschädigung zu erhalten, müssten Betroffene aktiv werden und ein Formular im Internet (eon.de/verbraucheranfragen) ausfüllen.
Schlussrechnung nach sechs Wochen: gesetzlich festgelegt
"Seit Jahren beschweren sich fortwährend Verbraucher:innen bei der Verbraucherzentrale, dass E.ON nach einem Anbieterwechsel die Stromschlussrechnung nicht innerhalb von sechs Wochen übermittelt. Dabei ist diese Frist gesetzlich festgelegt", erklärte der Verband. Die Verbraucherschützer gehen für die Vergangenheit von einer mittleren dreistelligen Zahl von Betroffenen aus.
Entschädigung sollen zum einen Kundinnen und Kunden mit verspäteter Rechnung erhalten, deren Vertrag im Zeitraum 20. März 2024 bis einschließlich 30. April 2026 endete. Weist die Schlussrechnung eine Nachzahlung oder ein Guthaben von 500 Euro oder weniger aus, soll es 15 Euro geben. Haben die Kunden am Ende mehr als 500 Euro Guthaben, soll es 30 Euro geben. Die Regelungen sollen auch für die Zukunft gelten bei einem Vertragsende ab dem 1. Mai.
E.ON nennt Entschädigung "Kulanzbonus"
E.ON Energie Deutschland sprach von "Einzelfällen" und nannte die Entschädigung "Kulanzbonus". "Insgesamt ist nur ein Bruchteil der Kundinnen und Kunden betroffen", betonte das Unternehmen in einer Stellungnahme. Das Unternehmen verwies auf die Mitwirkungspflicht der regionalen Netzbetreiber bei der Erstellung der Schlussrechnungen. "Wir als Energievertrieb können ohne Zählerstände, Gerätestammdaten zum Zähler und Messentgelte keine fristgerechte Schlussrechnung erstellen", hieß es.
E.ON Energie Deutschland gehört zum E.ON-Konzern und ist einer der größten Stromversorger Deutschlands. Insgesamt beliefern alle E.ON-Vertriebsgesellschaften zusammen in Deutschland rund 11,3 Millionen Kundinnen und Kunden mit Strom. Auf XETRA zeigt sich das Papier am Dienstag mit einem Plus von 0,38 Prozent bei 18,40 Euro.
/tob/DP/jha
BERLIN/MÜNCHEN (dpa-AFX)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 03.07.26 | EON SE Hold | Jefferies & Company Inc. | |
| 25.06.26 | EON SE Hold | Jefferies & Company Inc. | |
| 15.06.26 | EON SE Market-Perform | Bernstein Research | |
| 27.05.26 | EON SE Equal Weight | Barclays Capital | |
| 19.05.26 | EON SE Neutral | UBS AG |
