EU-Hilfe für Italien in Corona-Krise aus Norwegen und Rumänien
BRÜSSEL (dpa-AFX) - Ärzte und Krankenpfleger aus Rumänien und Norwegen sollen ab sofort im Kampf gegen das Coronavirus in Italien helfen. Je ein Team aus den Ländern werde über den Katastrophenschutzmechanismus der EU in den besonders schwer getroffenen Städten Bergamo und Mailand eingesetzt, sagte der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarcic, am Dienstag in Brüssel.
Norwegen ist zwar kein EU-Mitglied, aber am EU-Katastrophenschutzmechanismus beteiligt. Österreich habe Italien zudem mehr als 3000 Liter Desinfektionsmittel über den EU-Mechanismus angeboten, sagte Lenarcic.
Der Kommissar beklagte, die Reaktion der EU-Staaten auf Hilfsanfragen aus Italien sei zu Beginn der Krise unangemessen gewesen. Aber die Dinge hätten sich geändert. "Die Realität ist, dass Europa solidarisch zu Italien steht."
Italien habe mittlerweile den europäischen Copernicus-Dienst für Satellitenbilder aktiviert, sagte Lenarcic. Gestern sei außerdem Schutzausrüstung in Italien angekommen, die China der EU gespendet habe. Lenarcic wies darauf hin, dass mittlerweile auch die Lage in Spanien dramatisch sei. Dessen sei man sich bewusst, sagte der Slowene. Bald werde über den Katastrophenschutzmechanismus Schutzausrüstung an Spanien geliefert, die Taiwan der EU gespendet habe.
Mit Blick auf den geplanten EU-Vorrat an medizinischer Ausrüstung sagte Lenarcic, das erste Lager werde in Rumänien sein. Beatmungsgeräte seien bereits bestellt worden./wim/DP/nas