EU: Hitzesommer kostet Landwirte bis zu 17 Milliarden Euro


BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der extreme Sommer mit Hitze, Dürre und Bränden hat Landwirte in Europa stark getroffen. Der Schaden für den EU-Agrarsektor werde derzeit auf 14 bis 17 Milliarden Euro geschätzt, sagte EU-Agrarkommissar Christophe Hansen nach einem Treffen der Minister in Brüssel. Das genaue Ausmaß werde sich zeigen, wenn die Ernte abgeschlossen sei.

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So sei etwa nicht genügend Gras als Futtermittel gewachsen, was Viehhaltern Probleme bereite. "Die Landwirte sind die ersten Opfer des Klimawandels und der Klimawandel ist da - und wird leider auch bleiben", sagte Hansen. Wasser sei etwa auch in Süddeutschland ein Problem gewesen.

Es brauche mehr Investitionen in die Wasserspeicherung, aber auch präzises Bewässern, um Wasser zu sparen, sagte Hansen. Der Luxemburger sprach sich zudem für eine Versicherungspflicht aus, um Landwirte zu schützen. Sie sei auch für Investitionen wichtig. Nur 12 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion in der EU seien gegen Schäden versichert.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte vor zwei Wochen in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union unter anderem eine europäische Wasserinitiative angekündigt sowie zugesagt, sich um eine Lücke bei den Versicherungen zu kümmern. In Deutschland sank die Erntemenge beim Getreide laut Erntebilanz im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent./wea/DP/he

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