EU-Staaten können Düngemittel-Preise abfedern


Werte in diesem Artikel
Aktien

48.14 EUR -1.00 EUR -2.04 %

16.27 EUR -0.13 EUR -0.79 %

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Landwirte in der EU können wegen der gestiegenen Düngemittelpreise mehr EU-Geld vorgestreckt bekommen. Die Agrarminister der EU-Staaten gaben in Brüssel das finale grüne Licht für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission aus dem Juni. Vergangene Woche hatte das Europaparlament bereits im Eilverfahren zugestimmt. Die Verordnung wird bald im Amtsblatt der EU veröffentlicht und tritt am Tag danach in Kraft.

Werbung

Die EU-Staaten können demnach die Vorauszahlungen auf Direktzahlungen an aktive Landwirte erhöhen und in diesem Jahr schon früher zahlen. Sie können zudem flexibler bestimmen, wie sie ihre Budgets für Direktzahlungen im kommenden Jahr gestalten. Die Mitgliedstaaten können betroffene Landwirte außerdem besonders unterstützen, um einen Teil der zusätzlichen Kosten für Düngemittel abzufedern. Zuschüsse von bis zu 80 Prozent der zusätzlichen Kosten sind möglich.

Agrarsektor unter Druck

Die EU will damit sicherstellen, dass Landwirte Düngemittel für die nächste Anbausaison kaufen können. "Die jüngsten Störungen der globalen Lieferketten und die stark gestiegenen Düngemittelpreise haben unseren Agrarsektor erheblich unter Druck gesetzt", teilte Irlands Agrarminister Martin Heydon mit. Irland hat derzeit die Präsidentschaft des Rats der EU inne.

Insbesondere der Preis für Stickstoffdünger ist stark von Erdgas abhängig und angesichts des Kriegs im Nahen Osten und der Sperrung der Straße von Hormus gestiegen. 30 Prozent der Stickstoff- und 70 Prozent der Phosphatdünger, die in der EU verwendet werden, werden nach Angaben der EU-Kommission importiert. Da Landwirte in der EU höhere Kosten in der Regel nicht weitergeben könnten, setzten viele weniger Dünger ein, so die Behörde. Eine geringere Ernte sei das Ergebnis.

Werbung

Bestimmte Zölle bereits ausgesetzt

Damit Landwirte günstiger an bestimmte importierte Düngemittel kommen, hat die EU bereits zeitlich begrenzt die Standardzölle auf Einfuhren mehrerer wichtiger Stickstoffdüngemittel und Vorprodukte für deren Herstellung ausgesetzt. Bis Ende Mai 2027 können so nach früheren Angaben der Europäischen Kommission rund 60 Millionen Euro an Einfuhrzöllen gespart werden.

Die EU-Kommission hat im Juni zudem weitere Maßnahmen vorgeschlagen, um den Düngemittelproblemen zu begegnen. Insgesamt sollen 540 Millionen Euro zusätzlich für die Krisenbewältigung zur Verfügung stehen, von denen voraussichtlich rund 60 Millionen Euro in Deutschland ankommen./wea/DP/stk

Aktuelle Bayer Aktie News

Werbung

Bayer Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Bayer nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
10.09.26 Bayer Buy Deutsche Bank AG
08.09.26 Bayer Overweight Barclays Capital
03.09.26 Bayer Overweight JP Morgan Chase & Co.
01.09.26 Bayer Buy UBS AG
10.08.26 Bayer Hold Jefferies & Company Inc.

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.