EU und Kanada ziehen bei Ceta positive Bilanz


BRÜSSEL (dpa-AFX) - Knapp vier Jahre nach Abschluss des Ceta-Handelsvertrags haben die Europäische Union und Kanada bei einem Gipfel eine sehr positive Bilanz ihrer wirtschaftlichen und politischen Beziehungen gezogen. Die Erfolge von Ceta sprächen für sich, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag nach Gesprächen mit Kanadas Premierminister Justin Trudeau in Brüssel.

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Im Jahr 2019 sei der Handel zwischen beiden bei Waren um 25 Prozent und bei Dienstleistungen um 39 Prozent gewachsen. "Das ist gut für Jobs, gut für Wachstum auf beiden Seiten des Atlantiks", sagte von der Leyen. "Deshalb sollten wir zusammen auf beiden Seiten daran arbeiten, die Probleme zu lösen, die verhindern, dass Ceta sein volles Potenzial für Jobs und Wachstum ausschöpft."

Das Ceta-Abkommen wurde 2017 geschlossen, aber nur vorläufig in Kraft gesetzt. Denn auf EU-Seite fehlen mancherorts die Mehrheiten zur Ratifizierung. Es müssen nationale und in einigen Fällen auch regionale Parlamente zustimmen, damit Ceta uneingeschränkt gilt. Auch Trudeau warb für das Abkommen, das auch gut für alle Kanadier sei.

Beide Seiten demonstrierten Einigkeit auch im Kampf gegen die Corona-Pandemie und gegen den Klimawandel. Trudeau sagte, für die Welt sei dies ein einzigartiger historischer Moment, nicht nur wegen der Pandemie: "Wir müssen Seite an Seite stehen." Die weltweite Überwindung von Covid-19 habe höchste Priorität./vsr/DP/eas

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