EU will China in Pandemie helfen und erwartet Zugeständnisse


BRÜSSEL/PEKING (dpa-AFX) - Die EU will China bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie helfen, erwartet gleichzeitig aber Zugeständnisse in anderen Bereichen. Man sei bereit, Expertise zu teilen und zu unterstützen, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag nach Gesprächen mit Chinas Regierungschef Li Keqiang und Staats- und Parteichef Xi Jinping. Man habe China aber auch deutlich gemacht, dass eine Reihe von Differenzen angegangen werden müssen.

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Als Beispiele nannte von der Leyen von Peking verhängte Sanktionen gegen Mitglieder des Europaparlaments, den eingeschränkten Zugang europäischer Unternehmen zum chinesischen Markt sowie Menschenrechtsfragen und das Vorgehen Chinas gegen Litauen.

Über die Corona-Lage in China äußerte sich von der Leyen mit Blick auf die derzeitigen Lockdowns in Städten wie Shanghai besorgt. Ihren Angaben nach könnte die EU unter anderem mit Expertise bei der wirksamen mRNA-Impfstofftechnologie helfen, um die Pandemie zu stoppen. Bislang liegt das Land mit Eigenentwicklungen bei mRNA-Impfstoffen deutlich zurück und muss deswegen nun weitere schwere wirtschaftliche Folgen durch die Pandemie befürchten. "Die Erfahrung hier in Europa zeigt, dass der beste Schutz vor den Folgen der Omikron-Variante eine vollständige Impfung inklusive Boostern ist", sagte von der Leyen nach dem per Videokonferenz organisierten EU-China-Gipfel.

/aha/DP/stw

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