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US-Bilanzsaison: "Die Pandemie im Rückspiegel"


US-Bilanzsaison: "Die Pandemie im Rückspiegel"

Banken lösen Rückstellungen auf, Airlines erholen sich.

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von Stephan Bauer und Ralf Witzler, Euro am Sonntag

Vier große US-Banken eröffneten in dieser Woche den Zahlenreigen der Berichtssaison in den USA: Goldman Sachs, JPMorgan, Citigroup und Bank of America lieferten die Bilanzen für das Quartal von April bis Juni. Die Botschaft der Institute war insgesamt positiv: Wegen geringerer Kreditausfallrisiken werden die enormen, in der Pandemie angelegten Rückstellungen zumindest teilweise aufgelöst. Das treibt die Gewinne. JPMorgan-Chef Jamie Dimon fasste die Stimmung in einem Satz zusammen: "Die Pandemie ist im Rückspiegel zu sehen, hoffentlich."

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Die Geschäftszahlen der größten US-Bank deuten darauf, dass der Tiefpunkt durchschritten ist. Zugleich fehlt wohl auch Dimon hier noch die letzte Gewissheit. Die Börse reagierte zunächst wenig euphorisch auf das Zahlenwerk, denn etwa im Anleihehandel entwickelt sich das Geschäft nur zögerlich, da Unternehmen weniger Kapitalbedarf haben. Anders in der Krise, da hatte die meist vorsorgliche Beschaffung von Liquidität hohe Priorität. Das Investmentbanking verbuchte bei JPMorgan durch eine Flut an Börsengängen aber mehr Gebühren. Immerhin konnte JPMorgan einen Quartalsgewinn von fast zwölf Milliarden Dollar ausweisen, darin enthalten die Auflösung von netto 2,3 Milliarden Dollar Risikovorsorge. Die Bank übertraf damit die Erwartungen. Im Vorjahr verzeichnete das Geldinstitut nur gut ein Drittel dieses Ergebnisses.

Konkurrent Citigroup profitierte ebenfalls von der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar. Im Vierteljahr bis Ende Juni schrieb die Bank einen Nettogewinn von 6,2 Milliarden Dollar. Ähnlich die Bank of America: Dort lagen aufgelöste Rückstellungen bei 2,2 Milliarden Dollar, der Gewinn bei neun Milliarden. Die Investmentbank Goldman Sachs profitierte besonders stark vom Börsenboom und steigenden Erlösen im Private-Equity-Geschäft. Mit fast 5,5 Milliarden Dollar erzielte Goldman den zweithöchsten Quartalsgewinn der Firmengeschichte. Die Nettoerträge stiegen im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar.

Dank staatlicher Hilfen flog Delta Airlines nach fünf Verlustquartalen wieder in die Gewinnzone. Konkurrent American Airlines schaffte es laut Prognose im zweiten Quartal, den Verlust auf ein Drittel des Vorjahres zu reduzieren, damit lag die Fluggesellschaft über den Schätzungen. Die Aktie zog nach Heraufstufung durch Citigroup deutlich an.

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Der Umsatz von PepsiCo stieg von April bis Juni um gut ein Fünftel auf 19,2 Milliarden Dollar. Der Getränke- und Snackhersteller erfrischte Börsianer nach dem stark verlaufenen Quartal mit einer Prognoseanhebung.


Bildquellen: Patrick Poend / Shutterstock.com, Frontpage / Shutterstock.com

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30.03.22 PepsiCo Overweight JP Morgan Chase & Co.
26.03.20 PepsiCo kaufen DZ BANK
04.10.19 PepsiCo overweight JP Morgan Chase & Co.
18.04.19 PepsiCo Neutral Goldman Sachs Group Inc.
18.04.19 PepsiCo Sector Perform RBC Capital Markets