Euroraum-Industrie-PMI sinkt im März - Produktion steigt aber
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe des Euroraums hat sich im März in etwa wie erwartet verringert, wobei die Industrieproduktion zunahm. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) sank in zweiter Veröffentlichung auf 47,3 (Februar: 48,5) Punkte. Volkswirte hatten eine Bestätigung der in erster Veröffentlichung gemeldeten 47,1 Punkte prognostiziert.
Hauptursache für den Rückgang des PMI war der Rekordwert beim Index der Lieferzeiten, der in die Berechnung des PMI mit umgekehrtem Vorzeichen einfließt, weil eine Verkürzung von Lieferzeiten normalerweise als ein Anzeichen für eine rückläufige Nachfrage interpretiert wird. Die Indizes für Produktion, Auftragseingang und Beschäftigung, die ebenfalls in die Berechnung des Hauptindex einfließen, blieben gegenüber Februar hingegen nahezu unverändert
Die Eurozone-Industrieproduktion wurde laut S&P Global zwar nur minimal hochgefahren, dennoch war es das größte Plus seit Mai 2022. "Dass kritische Rohstoffe und Komponenten infolge der Rekordverkürzung der Lieferzeiten wieder besser verfügbar waren, trug mit zum Produktionsanstieg bei", heißt es in der Mitteilung. Der Auftragseingang sei hingegen erneut gesunken. Aufgrund der reibungsloser laufenden Lieferketten seien die Einkaufspreise erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie im Jahr 2020 wieder gesunken.
Der deutsche Industrie-PMI sank auf (46,3), der französische auf 47,3 (47,4) und der italienische auf 51,1 (52,0) Punkte.
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April 03, 2023 04:16 ET (08:16 GMT)