Euroraum-Inflation im Juli auf niedrigem Niveau etwas verstärkt
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)---Der Preisauftrieb in der Eurozone hat sich im Juli auf einem niedrigen Niveau verstärkt. Die jährliche Inflationsrate zog auf 0,4 Prozent von 0,3 Prozent im Vormonat an. Die Statistikbehörde Eurostat bestätigte damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre erste Schätzung vom 31. Juli. Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp 2 Prozent an.
Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise außen vor lässt, erhöhte sich etwas deutlicher. Sie gilt unter Ökonomen als Richtgröße für den Inflationstrend. Die Kernrate (ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak) stieg von 0,8 auf 1,2 Prozent.
Binnen Monatsfrist sanken die Verbraucherpreise im Juli in der Gesamtrate um 0,4 Prozent und in der Kernrate um 0,3 Prozent. Die Rückgänge waren damit etwas stärker als von Volkswirten prognostiziert; sie hatten 0,3 bzw 0,2 Prozent vorhergesagt.
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August 19, 2020 05:00 ET (09:00 GMT)