Euroraum-Leistungsbilanz im März negativ - teure Energieimporte


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Leistungsbilanz des Euroraums hat im März - wohl vor allem aufgrund hoher Energiepreise - ein leichtes Defizit aufgewiesen. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) war die Leistungsbilanz saisonbereinigt mit 2 (Februar: plus 16) Milliarden Euro negativ. Der Handelsbilanzsaldo betrug minus 4 (plus 5) Milliarden Euro, wobei die Exporte bei 228 (233) Milliarden Euro lagen und die Importe bei 232 (228) Milliarden Euro. "Das liegt an den hohen Energiepreisen", kommentierte Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil die Zahlen. Der Saldo der Dienstleistungsbilanz war mit 14 (13) Milliarden Euro positiv.

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In der Bilanz der Primäreinkommen ergab sich ein Überschuss von 1 (7) Milliarden Euro, der Saldo der Sekundäreinkommen war dagegen wie üblich negativ, und zwar mit 12 (10) Milliarden Euro.

In der Kapitalbilanz ergab sich für die zwölf Monate bis März 2022 ein positiver Saldo von 205 Milliarden Euro. In den zwölf Monaten bis März 2021 waren es 329 Milliarden gewesen. Bei den Direktinvestitionen ergaben sich in diesem Zeitraum Nettokapitalabflüsse von 208 (Zufluss 40) Milliarden Euro und bei den Portfolioinvestitionen Nettokapitalexporte von 287 (818) Milliarden Euro.

Über Aktien flossen netto 193 Milliarden Euro zu, nachdem im Vorzeitraum 180 Milliarden abgeflossen waren. Über Anleihen kam es zu einem Nettokapitalexport von 480 (638) Milliarden Euro.

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