Eurozone: Druck auf die Verbraucherpreise verstärkt sich


LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Abwärtsdruck auf das Preisniveau in der Eurozone hat sich im September verstärkt. Gegenüber dem Vorjahresmonat seien die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg laut einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde wie von Volkswirten erwartet eine erste Schätzung bestätigt. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent gefallen.

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Rückläufig waren vor allem die Preise für Energie. Sie lagen 8,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Industriell gefertigte Waren kosteten 0,3 Prozent weniger. Dagegen waren Dienstleistungen 0,5 Prozent teurer. Lebens- und Genussmittel verteuerten sich mit 1,8 Prozent am stärksten.

Die Kerninflationsrate ohne Lebensmittel und Energie fiel auf ein Rekordtief von 0,2 Prozent. Diese Rate gilt unter Fachleuten als aussagekräftige Größe für den allgemeinen Preistrend.

Gegenüber dem Vormonat stieg das Preisniveau im September um 0,1 Prozent. Auch hier wurden die Erwartungen getroffen. Im August waren die Preise noch um 0,4 Prozent gefallen

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Das mittelfristige Preisziel von knapp zwei Prozent, das die Europäische Zentralbank (EZB) anstrebt, gerät mit der Entwicklung immer mehr außer der Reichweite. Die Notenbank denkt darüber nach, ihr Inflationsziel abzuändern./jsl/ssc/jha/

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