EZB: Eurozone braucht Migration für weiteres Wachstum


Von Paul Hannon

DOW JONES--Das längere Erwerbsleben trägt aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) dazu bei, das Wachstum in der Eurozone trotz der alternden Bevölkerung zu stützen, doch ist die Einwanderung unerlässlich, wenn die Wirtschaft in den kommenden Jahren weiter wachsen soll.

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In einem Bericht über die Erwerbsbevölkerung berechneten Ökonomen der EZB, dass die steigende Beschäftigung für etwa die Hälfte des in der Eurozone seit dem dritten Quartal 2023 verzeichneten Wachstums verantwortlich sei. Die Zuwächse bei der Produktion pro Arbeitnehmer seien hingegen bescheiden ausgefallen.

Dieser Anstieg der Beschäftigung wurde teilweise durch einen höheren Anteil älterer Europäer angetrieben, die im Berufsleben verbleiben. Die EZB teilte mit, dass sich dies wahrscheinlich fortsetzen werde. Die EU hole nämlich gegenüber der Entwicklung in den USA und Japan auf.

Es werde jedoch eine Zeit kommen, in der dieser Trend eine Grenze erreiche. Dann würden alle älteren Europäer, die arbeiten können, auch arbeiten. Wenn dieser Punkt näher rücke, wäre das Wachstum darauf angewiesen, Arbeitskräfte von außerhalb des Währungsraums zu holen. Alternativ wäre eine verbesserte Produktivität pro Arbeitnehmer oder eine Kombination aus beidem erforderlich.

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"Migration und technologischer Fortschritt sind daher unerlässlich, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Bevölkerungsalterung abzumildern", schrieben die Ökonomen der EZB.

Der Bericht erscheint zu einer Zeit, in der einwanderungsfeindliche politische Parteien bei den jüngsten Wahlen in ganz Europa einen höheren Stimmenanteil erzielt haben. Viele Regierungen haben darauf reagiert, indem sie der Einwanderung engere Grenzen setzten. Die meisten versuchen jedoch weiterhin, hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland anzuziehen.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/apo/thl

(END) Dow Jones Newswires

May 13, 2026 08:17 ET (12:17 GMT)

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