FUCHS-Aktie schwächer nach endgültigen Zahlen - Gemeinschaftsunternehmen schwer beschädigt
Die Aktien von FUCHS haben am Freitag nach der Veröffentlichung endgültiger Quartalszahlen und anfangs unklarer Richtung letztlich den Weg nach unten eingeschlagen.
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Zuletzt verloren sie im XETRA-Handel 1,99 Prozent auf 34,45 Euro.
Wie der Schmierstoffhersteller am Freitagvormittag bekanntgab, wurde ein Produktionswerk eines Gemeinschaftsunternehmens von FUCHS in Saudi-Arabien bei einem Brand schwer beschädigt.
Die jüngst erhöhte Prognose für das operative Ergebnis in diesem Jahr bestätigte FUCHS am Freitag. Die Analysten von JPMorgan wiesen jedoch darauf hin, dass FUCHS noch keine Details bekanntgegeben habe zur Geschäftsentwicklung im frühen dritten Quartal oder zur gegenwärtigen Auftragslage.
Brand beschädigt saudi-arabisches Werk von FUCHS-Gemeinschaftsunternehmen schwer
In Produktionswerk eines Gemeinschaftsunternehmens des Schmierstoffherstellers FUCHS in Saudi-Arabien hat es gebrannt. Die Produktions- und Abfüllanlagen von Alhamrani FUCHS Petrolub sei nach dem Brand am 25. Juli schwer beschädigt, sodass der Betrieb bis auf weiteres eingestellt sei, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Kurzfristig liege der Fokus darauf, die Kundenversorgung durch alternative Produktions- und Lieferquellen zu sichern. Parallel dazu werde der Wiederaufbau der Produktionskapazitäten geplant.
Das Unternehmen sei etwa 30 Jahre in Saudi-Arabien aktiv, erläuterte Unternehmenschef Stefan Fuchs in einer Pressekonferenz. Der Brand habe zwar einen großen Schaden verursacht, aber zum Glück seien keine Menschen verletzt worden. In dem Werk würden jährlich rund 90.000 Tonnen produziert, überwiegend Produkte für die Automobilbranche für den lokalen Markt. Zur Ursache des Brandes und ob er etwas mit dem aktuellen Krieg in Nahost zu tun hat, wollte sich Fuchs auf Nachfrage nicht äußern.
FUCHS hält den Angaben zufolge 32 Prozent an dem saudi-arabischen Unternehmen, das 2025 rund 1,5 Prozent zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) beigetragen habe. Der Ausfall habe daher keine Auswirkungen auf die Prognose des Konzerns, fügte Finanzchef Esma Saglik hinzu. Zur Brandursache wollte sich das Management nicht äußern.
Das Unternehmen bekräftigte am Morgen erst das in der vergangenen Woche angehobene Gewinnziel. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll im laufenden Jahr 460 bis 480 Millionen Euro betragen. Zuvor hatte der Konzern rund 450 Millionen Euro im Plan. FUCHS begründete den Schritt mit Vorzieheffekten wegen des Iran-Kriegs sowie Lieferproblemen einzelner Konkurrenten.
/ajx/mis
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Bildquellen: FUCHS PETROLUB AG, FUCHS PETROLUB AG