Familien mit niedrigem Einkommen haben stärkste Inflationbelastung


DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Familien mit niedrigem Einkommen leiden zurzeit am meisten unter der Inflation. Während die Warenkörbe für die deutschen Haushalte im März im Schnitt 7,3 Prozent teurer waren als vor einem Jahr, mussten Familien mit niedrigen Einkommen 7,9 Prozent mehr bezahlen als im März 2021. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in seinem am Mittwoch veröffentlichten Inflationsmonitor für den Monat März.

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Gas, Strom, Heizöl und Nahrungsmittel sind laut IMK momentan die stärksten Preistreiber. Diese Waren des Grundbedarfs würden bei den Ausgaben ärmerer Haushalte sehr stark ins Gewicht fallen. Dagegen machten sie bei Haushalten mit hohem Einkommen einen kleineren Anteil des Warenkorbs aus. So hätten Singles mit hohem Einkommen mit lediglich 6,0 Prozent derzeit die geringste Inflationsbelastung. Auch für Alleinlebende mit niedrigen, höheren und mittleren Einkommen lagen die Raten mit 6,7 bis 7,0 Prozent im März etwas unterhalb der allgemeinen Preissteigerung.

Der Großteil der Belastungen stehe den Haushalten in diesem Jahr noch bevor, berichtete das IMK. Die Nahrungsmittelpreise auf den Weltmärkten seien zuletzt noch weiter gestiegen. Zudem seien noch nicht alle Preissteigerungen von Haushaltsenergie im Großhandel an die Privathaushalte weitergegeben worden./slb/DP/mis

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