Finnlands Präsident glaubt nicht an Lösung im NATO-Streit vor Gipfel


HELSINKI (dpa-AFX) - Der finnische Präsident Sauli Niinistö zweifelt daran, dass der Streit mit der Türkei um eine Nato-Aufnahme Finnlands und Schwedens noch vor dem Nato-Gipfel in Madrid gelöst wird. Es könne schwierig werden, bis zu dem Gipfel in der kommenden Woche eine Einigung mit Ankara zu erzielen, sagte Niinistö nach Angaben der finnischen Nachrichtenagentur STT am Dienstag auf einer Pressekonferenz mit der EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola in seiner Sommerresidenz Kultaranta. Auch wenn die Türkei nicht von ihrer Position abgerückt sei, sei es dennoch ein Fortschritt, dass die Länder miteinander verhandelten, sagte er demnach.

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Schweden und Finnland hatten Mitte Mai die Aufnahme in das Verteidigungsbündnis beantragt. Die Türkei blockiert derzeit als einziges Nato-Mitglied den Beginn des Aufnahmeprozesses der beiden Länder. Ankara begründet seine Haltung mit der angeblichen Unterstützung Finnlands und Schwedens von "Terrororganisationen" wie der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Die Einwände scheinen sich vor allem gegen Schweden und weniger gegen Finnland zu richten. Auf Einladung von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg trafen sich hochrangige Regierungsbeamte der drei Länder am Montag im Nato-Hauptquartier in Brüssel, um über die Bedenken der Türkei zu sprechen.

/trs/DP/men

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