Firmen bringen sich für EU-Beitritt der Ukraine in Stellung


BERLIN (dpa-AFX) - Deutsche Unternehmen bereiten nach Angaben des Ost-Ausschusses der Wirtschaft Investitionen in der Ukraine nach Kriegsende vor. "Wir beobachten ein steigendes Interesse neuer Investoren, die auf starkes Wachstum nach einem Friedensschluss setzen und dafür bereits heute die Weichen stellen wollen", sagte der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Michael Harms, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

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Deutsche Firmen, die bereits vor Kriegsbeginn in der Ukraine gewesen seien, sind laut Harms dem Standort fast ausnahmslos treu geblieben, trotz schwierigster Bedingungen: "Der Wiederaufbau findet bereits heute statt, und die ukrainische Wirtschaft wächst."

Die angestrebte wirtschaftliche Integration des Landes in den europäischen Binnenmarkt und die Übernahme von EU-Standards sorgten für zusätzliche Impulse. Das EU-Regelwerk wirke als wichtiger Reformanker im Land. Der Beitritt der Ukraine zur EU wird nach Einschätzung der Bundesregierung allerdings noch einige Jahre dauern.

Planungssicherheit schaffen

Der Wirtschaftsverband spricht sich dafür aus, die Ukraine bereits früh in einzelnen Bereichen enger einzubinden, etwa beim Zugang zum europäischen Binnenmarkt oder bei der Integration in europäische Infrastrukturen. "Das schafft Planungssicherheit für Unternehmen und erleichtert langfristige Investitionsentscheidungen", sagte Harms.

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Damit Investitionen noch stärker Fahrt aufnehmen können, müssen aus Sicht des Ost-Ausschusses Hemmnisse wie eingeschränkte Versicherbarkeit, Finanzierungslücken und regulatorische Unsicherheiten abgebaut werden. Notwendig seien weitergehende staatliche Garantien, transparente Vergabeverfahren sowie Fortschritte bei Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung./sl/DP/zb

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