Fußball-Clubs zahlen 48,5 Milliarden Dollar für Transfers in einem Jahrzehnt


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ZÜRICH (dpa-AFX) - Für internationale Wechsel sind Berechnungen des Fußball-Weltverbands FIFA zufolge im vergangenen Jahrzehnt insgesamt 48,5 Milliarden US-Dollar an Transferentschädigungen gezahlt worden. Dabei wurden 133 225 grenzüberschreitende Transfers und Leihgaben im Zeitraum von 2011 bis 2020 analysiert, wie die FIFA am Montag mitteilte. Vor zehn Jahren wurden 2,85 Milliarden ausgegeben, das Maximum war 2019 mit 7,35 Milliarden erreicht. Auch coronabedingt sank die Summe im Vorjahr auf 5,63 Milliarden.

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In dem Gesamt-Zeitraum nahmen deutsche Clubs laut der FIFA mehr als 3,42 Milliarden US-Dollar an Transferentschädigungen ein und gaben rund 4,35 Milliarden aus - ein Minus von mehr als 900 Millionen. Das ist das vierthöchste Defizit hinter England (7,2 Milliarden), China (1,5 Milliarden) und Italien (1,3 Milliarden).

Für einen Transfer wurden in dem Zeitraum mehr als 200 Millionen US-Dollar gezahlt: Paris Saint-Germain ließ sich Neymars Wechsel vom FC Barcelona 2017 222 Millionen Euro (umgerechnet 263 Millionen US-Dollar) kosten. Für einzelne Transfers gab die FIFA keine exakten Summen, sondern nur Größenordnungen an.

Insgesamt gab es demnach 13 weitere Transfers, für die von der FIFA mehr als 100 Millionen registriert worden waren. Dreimal waren deutsche Clubs dabei: Der Wechsel von Borussia Dortmunds Ousmane Dembelé zum FC Barcelona wurde ebenso mit einer dreistelligen Millionensumme notiert wie der Abgang von Kai Havertz von Bayer Leverkusen zum FC Chelsea.

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Der Transfer von Renato Sanches von Benfica zum FC Bayern wurde auch mit mehr als 100 Millionen im FIFA-Transfersystem registriert, was die Münchner aber nicht zahlen mussten. Dies liegt allerdings daran, dass bei den Transfers grundsätzlich sowohl fixe Beträge als auch Beträge, die nur unter bestimmten Bedingungen fließen, erfasst werden. Sanches kostete 2016 eine Ablöse von rund 35 Millionen Euro.

Im Transfer Matching System TMS der FIFA müssen alle Transfers zwischen Clubs aus verschiedenen Ländern offiziell registriert werden, es wurde im Oktober 2010 eingeführt./lü/DP/nas

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