Aktien von Rheinmetall, RENK und HENSOLDT: Jefferies bleibt bei Buy, kürt aber neuen Favoriten
Jefferies bestätigt bei drei deutschen Rüstungswerten die Kaufempfehlung, verschiebt seine Vorliebe im Sektor aber zu einem vierten Namen.
Werte in diesem Artikel
- Jefferies bestätigt Buy für Rheinmetall, RENK und HENSOLDT
- HENSOLDT-Kursziel steigt auf 94 Euro, RENK-Kursziel sinkt auf 60 Euro
- Sektorfavorit bei Jefferies jetzt Leonardo, nicht die deutschen Werte
Jefferies bestätigte am Donnerstagabend die Kaufempfehlung für Rheinmetall, RENK und HENSOLDT, verschiebt seine Vorliebe im europäischen Rüstungssektor aber zu einem vierten Namen: Leonardo aus Italien. An der Börse kam der Schwenk nicht gut an, die drei deutschen Titel gaben am Tag der Studie zum Teil nach, obwohl an den Einstufungen selbst nichts wackelt. So verlor die Rheinmetall-Aktie zum XETRA-Schluss 2,09 Prozent auf 992,00 Euro und für HENSOLDT ging es 0,13 Prozent auf 74,332 Euro aufwärts. RENK-Papiere verbuchten ein Minus von 0,59 Prozent auf 43,46 Euro.
Drei Kursziele, drei Richtungen
Die Kursziele bewegen sich in unterschiedliche Richtungen. Für HENSOLDT hebt Jefferies das Kursziel von 90 auf 94 Euro an, für RENK sinkt es von 70 auf 60 Euro, und bei Rheinmetall bleibt es unverändert bei 1.300 Euro. Damit liegt das Jefferies-Ziel für Rheinmetall spürbar unter dem Analystenkonsens, der im Schnitt bei 1.705,56 Euro und damit um mehr als 400 Euro höher liegt. Bei HENSOLDT und RENK fällt der Abstand zum Konsens von 91,67 beziehungsweise 68,00 Euro deutlich kleiner aus.
Warum der neue Favorit Leonardo-Aktie heißt
Der eigentliche Kern der Studie liegt nicht in den Zahlen, sondern in der Neuausrichtung. Analystin Chloe Lemarie konzentriert sich in der europäischen Luftfahrt- und Rüstungsbranche künftig vor allem auf die Rüstungselektronik und kürt Leonardo mit einer frischen Kaufempfehlung zum Branchenfavoriten, weil die Italiener aus ihrer Sicht den größten Wertappeal besitzen. Im zivilen Bereich bevorzugt sie Rolls-Royce als aussichtsreichsten Wert. Für Rheinmetall, RENK und HENSOLDT bedeutet das: Die Kaufempfehlung bleibt bestehen, doch sie sind nicht mehr die erste Adresse im Sektor.
Bewertung bleibt der Stolperstein
Ein Grund für die vorsichtigere Reihung dürfte die Bewertung sein. Rheinmetall kommt aktuell auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 101, HENSOLDT auf etwa 96 und RENK auf knapp 53, jeweils ein Vielfaches des breiten Marktes. Auch bei der Marktkapitalisierung liegen die drei Werte weit auseinander: Rheinmetall bringt rund 49,4 Milliarden Euro auf die Waage, HENSOLDT etwa 9,1 Milliarden und RENK gut 4,6 Milliarden. Je höher die Bewertung, desto empfindlicher reagiert eine Aktie auf jede Verschiebung der Wachstumserwartung, ein Risiko, das für alle drei Werte gilt.
Alexandra Hesse, Benedict Kurschat, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: Postmodern Studio / Shutterstock.com, RENK Group AG
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 09:01 | Rheinmetall Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 08.07.26 | Rheinmetall Outperform | Bernstein Research | |
| 08.07.26 | Rheinmetall Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
| 07.07.26 | Rheinmetall Buy | UBS AG | |
| 03.07.26 | Rheinmetall Buy | Deutsche Bank AG |
