Getrübte Aussichten für maritime Wirtschaft in Deutschland


HAMBURG (dpa-AFX) - Hohe Energie- und Rohstoffpreise, unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und steigende Arbeitskosten: Die Aussichten der maritimen Wirtschaft sind getrübt. Das ergibt sich aus der Konjunkturumfrage Frühjahr 2026, wie die IHK Nord mitteilte. Der Ausblick der Unternehmen bewege sich zwischen Zuversicht und Zukunftssorgen.

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Im Schiffbau ist der Geschäftsklimaindex laut IHK Nord etwas gestiegen. Treiber dafür seien vor allem die sehr gute Auftragslage und die daraus resultierende Planungssicherheit. Fast 80 Prozent der befragten Werften bewerten ihre aktuelle Auftragslage als gut oder befriedigend. Etwas mehr als Hälfte (52,5 Prozent) rechnen zudem mit einer günstigeren Geschäftslage.

Die Hafenwirtschaft spürt nach den Handelskammerdaten den konjunkturellen Gegenwind besonders deutlich. Das Konjunkturbarometer der Hafenunternehmen sei spürbar gesunken.

"Auf der Nationalen Maritimen Konferenz in Emden haben der Bundeskanzler und alle Beteiligten die systemrelevante Bedeutung unserer Seehäfen betont", sagte der Vorsitzende der IHK Nord, André Grobien. Daraus müsse jetzt eine dauerhafte Beteiligung des Bundes von mindestens 500 Millionen Euro pro Jahr an der Finanzierung der Infrastruktur für deutsche Seehäfen folgen, forderte er.

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Die Schifffahrt blickt laut IHK Nord ebenfalls deutlich verhaltener auf die kommenden Monate. Der Geschäftsklimaindex sei auch für diesen Bereich gesunken. Die Sperrung der Straße von Hormus infolge des Kriegs zwischen dem Iran, den USA und Israel zeige, wie verwundbar Schifffahrt und Außenhandel gegenüber geopolitischen Krisen seien, sagte der IHK-Nord-Chef./bch/DP/jha

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