Goldman Sachs senkt Wachstumsprognose für die USA im dritten Quartal


NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Wachstumsprognose für die USA im dritten Quartal wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus deutlich gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im dritten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 5,5 Prozent wachsen, teilte Goldman Sachs am Mittwochabend in New York mit. Bisher hatte man noch ein Wachstum von 9,0 Prozent prognostiziert.

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"Die Ausgaben für Essen, Reisen und einige andere Dienstleistungen werden im August wahrscheinlich zurückgehen, auch wenn wir erwarten, dass der Rückgang verhalten und kurz sein wird", begründeten die Analysten die Entscheidung. Zudem leide die Produktion immer noch unter den Unterbrechungen der Lieferketten. Dies betreffe vor allem die Autoindustrie.

Das geringere Wachstum im dritten Quartal sollte aber zu einem stärkeren Wachstum im vierten Quartal und im kommenden Jahr führen, so die Goldman Sachs-Experten. Die Angst vor dem Virus lasse dann "hoffentlich" nach und die Erholung des Dienstleistungssektor nehme wieder Fahrt auf. Die Prognose für das annualisierte Wirtschaftswachstum im vierten Quartal wurde daher von 5,5 Prozent auf 6,5 Prozent angehoben.

Im Gesamtjahr 2021 erwartet Goldman Sachs jetzt ein Wirtschaftswachstum von 6,0 Prozent. Bisher hatte man 6,4 Prozent prognostiziert. Für das Jahr 2022 wurde die Prognose von 4,4 Prozent auf 4,5 Prozent angehoben.

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Zudem seien durch die verschärfte Corona-Lage kurzfristig die Inflationsrisiken gestiegen. "Die Delta-Variante und andere Störungen werden wahrscheinlich auch die Preise für langlebige Güter, die unter Lieferengpässen leiden, bis zum Jahresende weiter steigen lassen", schreibt Goldman Sachs. "Wir sehen nun weitere kurzfristige Preissteigerungen bei Neuwagen, Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten." 2022 wird dann wieder ein Rückgang der Inflation erwartet.

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