Großbritannien: Hohe Inflation drückt Verbraucherstimmung auf Rekordtief


LONDON (dpa-AFX) - Die stark steigenden Lebenshaltungskosten belasten die Stimmung der britischen Verbraucher immer stärker. Die Konsumstimmung fiel im Mai um zwei Punkte auf minus 40 Zähler, wie die Marktforscher von GfK am Freitag in London mitteilten. Das ist der tiefste Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1974. Die Stimmung der Verbraucher sei schlechter als während der Finanzkrise, nach dem Brexit und während der Corona-Pandemie, erklärte GfK-Direktor Joe Staton.

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Zuletzt war die Inflation in Großbritannien auf ein 40-Jahreshoch von neun Prozent geklettert. Die britische Notenbank, die eine Rate von zwei Prozent zum Ziel hat, geht von einem weiteren Anstieg bis auf rund zehn Prozent in diesem Jahr aus. Die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer steigen zwar relativ deutlich. Die Zuwächse reichen aber bei weitem nicht aus, um die Inflationsverluste auszugleichen.

Die Bank of England stemmt sich bereits mit Zinsanhebungen gegen die hohe Teuerung. Notenbankchef Andrew Bailey hat aber auch eingeräumt, gegen Teile des Anstiegs wenig ausrichten zu können, da sie wie die steigenden Energie- und Rohstoffpreise auf Entwicklungen außerhalb des Einflussbereichs der Zentralbank zurückgehen.

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