Handelskonflikt im Blick

US-Handelsstreit mit Kanada: Bourbon und Wein als möglicher Ausweg


US-Handelsstreit mit Kanada: Bourbon und Wein als möglicher Ausweg

Bourbon aus Kentucky, Whiskey und kalifornischer Wein: Im Handelskonflikt zwischen Kanada und den USA rücken die Verkaufsstopps für amerikanischen Alkohol in kanadischen Provinzen ins Zentrum der Verhandlungen.

Kanadas Premierminister Mark Carney drängt darauf, dass Provinzen die Produkte wieder in ihre Geschäfte lassen, um eine Einigung mit den USA zu erreichen, wie es von den Regierungschefs zweier kanadischer Provinzen hieß.

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Trump hatte im Juli neue Zölle in Höhe von 50 Prozent auf eine Reihe von Produkten angekündigt, die eigentlich am Mittwoch hätten in Kraft treten soll. Kurz vor Ablauf der Frist verkündete der US-Präsident einen Aufschub. Seitdem laufen Verhandlungen unter Hochdruck. Laut kanadischen Medienberichten geht es dabei neben dem Thema Alkohol auch um Stahl, Aluminium und Milchprodukte.

US-Alkoholexporte um 600 Millionen US-Dollar eingebrochen

Mehrere kanadische Provinzen hatten 2025 als Reaktion auf von US-Präsident Donald Trump verhängten Zöllen amerikanischen Alkohol aus den Regalen ihrer staatlich kontrollierten Geschäfte genommen. Laut dem Weißen Haus sind die kanadischen Importe zwischen März 2025 und Februar 2026 um 81 Prozent und fast 600 Millionen US-Dollar eingebrochen.

Quebecs Premierministerin Christine Fréchette sagte, eine Aufhebung des Verkaufsstopps sei in ihrer Provinz möglich. Es müsse aber erst geprüft werden, wie sich die neuen Handelsbedingungen für Quebec auswirken. Quebec hat eine bedeutende Milchwirtschaft. Ob Kanadier den Alkohol auch kaufen, wenn er wieder in den Regalen steht, ist eine andere Frage. Der Premierminister von Manitoba etwa sagte am Donnerstag: "Wenn wir wieder amerikanischen Alkohol in die Regale stellen, lasst ihn da stehen", so Wab Kinew.

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/apo/DP/nas

WASHINGTON/OTTAWA (dpa-AFX)

Bildquellen: Mark Heirreid / Shutterstock.com

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