Hohe Treibstoffkosten

Lufthansa-Aktie wegen Ukraine-Krieg erneut unter Druck - Auch Papiere von IAG und Air France-KLM in Rot


Lufthansa-Aktie wegen Ukraine-Krieg erneut unter Druck - Auch Papiere von IAG und Air France-KLM in Rot

Der Aktienkurs der Lufthansa gibt auch am Freitag deutlich nach.

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Auf XETRA sackt die Lufthansa-Aktie zeitweise um 4,03 Prozent auf 5,84 Euro ab. Auf Wochensicht steht ein Verlust von rund 20 Prozent zu Buche. Auch eine gestrichene Verkaufsempfehlung der britischen Investmentbank HSBC konnte den Kurs nicht stützen. In London fallen IAG zeitweise um 4,69 Prozent und Air France-KLM geben in Paris zeitweise um 5,42 Prozent nach.

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Laut der Deutschen Bank sind die Öl- und Treibstoffkosten seit Jahresbeginn um rund 50 Prozent nach oben geschnellt. Über etwa eine Dekade hinweg habe der Anteil der Treibstoffkosten der Airlines an den Gesamtkosten bei 20 bis 25 Prozent gelegen. Mit dem Krieg in der Ukraine könne dieser Anteil im laufenden Jahr auf ein Drittel steigen.

Lufthansa Cargo: Frachtkapazität nach Fernost wird knapper

In der Folge des Ukraine-Kriegs wird sich das ohnehin schon knappe Angebot von Luftfrachtraum zwischen Europa und Fernost weiter verringern. Sie rechne mit einer um etwa 10 Prozent geringeren Kapazität im Markt, sagte die Chefin der Lufthansa Cargo, Dorothea von Boxberg, am Freitag in Frankfurt.

Ein wichtiger Grund sei die Sperre des russischen Luftraums für die westlichen und japanischen Gesellschaften, die auf der längeren Ausweichroute im Süden wegen des höheren Treibstoffbedarfs weniger Ladung transportieren können. Zudem sind sehr große russische Frachtanbieter wegen der westlichen Luftraumsperren vom Markt ausgeschlossen. Vorteile hätten hingegen die arabischen Airlines wie Emirates und Qatar, die weiterhin ohne Ladungseinschränkungen ihre gewohnten Routen auch durch den russischen Luftraum nutzen könnten.

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Boxberg rechnet wegen der voraussichtlich weiterhin hohen Frachtraten mit einem erneut geschäftlich sehr erfolgreichen Jahr für ihr Unternehmen, das auch vom zunehmenden Online-Handel und den anhaltenden Problemen bei der Seefracht profitieren werde. Im vergangenen Jahr hatte die Lufthansa Cargo die Rekordmarke von 1,49 Milliarden operativen Gewinns erreicht und damit den Verlust des Gesamtkonzerns sehr deutlich verringert.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Gil C / Shutterstock.com, Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com

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