IAB-Arbeitsmarktbarometer: Schwächster Ausblick außerhalb der Pandemie


DOW JONES--Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hat im April eine Stagnation verzeichnet. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) lag wie bereits im Vormonat bei 99,4 Punkten und signalisierte damit einen eher pessimistischen Ausblick auf die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes. "Die Dauerkrise in der Industrie und der Ölpreisschock drücken auf die Beschäftigung", erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs. Die Komponente zur Vorhersage der Beschäftigung in Deutschland sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf die neutrale Marke von 100,0 Punkten. Damit erreicht sie den schwächsten Stand außerhalb der Covid-19-Pandemie.

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Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit stieg zwar erstmals nach einem halben Jahr Abwärtstrend um 0,3 Punkte auf 98,8 Punkte, verblieb jedoch deutlich im pessimistischen Bereich. Dies deutet darauf hin, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten weiter zunehmen wird. In der Befragung nannten 20 der 146 Arbeitsagenturen explizit den Irankrieg und dessen wirtschaftliche Folgen als maßgeblichen Grund für die negative Entwicklung.

Das European Labour Market Barometer zeigt hingegen eine gegenläufige Tendenz. Der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB verbesserte sich um 0,4 Punkte und liegt mit 100,1 Punkten im Jahr 2026 zum ersten Mal wieder leicht über der neutralen Marke.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/kla

(END) Dow Jones Newswires

April 28, 2026 03:50 ET (07:50 GMT)

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