Ifo-Geschäftsklima im Wohnungsbau bricht ein


DOW JONES--Die Krise im deutschen Wohnungsbau hat sich im April massiv verschärft. Wie das Ifo-Institut mitteilte, ist das Geschäftsklima im Sektor so stark eingebrochen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Indexwert stürzte von minus 19,3 auf minus 28,4 Punkte, was den deutlichsten Rückgang seit April 2022 markiert. Vor allem die Erwartungen der Unternehmen trübten sich deutlich ein, aber auch die laufenden Geschäfte wurden schlechter beurteilt.

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"Die geopolitische Unsicherheit belastet inzwischen auch den Wohnungsbau in Deutschland", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Mit fragilen Lieferketten und steigenden Finanzierungskosten kommen mehrere Risiken gleichzeitig auf den Bau zu."

Die Sorgen über mögliche Probleme bei der Versorgung mit wichtigen Vorprodukten nehmen wieder zu. Im April berichteten 9,2 Prozent der Unternehmen von Einschränkungen bei der Materialversorgung. Zuvor hatte der Wert über zwei Jahre nur bei rund 1 Prozent gelegen. Betroffen sind insbesondere Grundstoffe.

"Im laufenden Geschäft ist die Situation noch unverändert", sagt Wohlrabe. Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenig Aufträge berichten, blieb mit 43,8 Prozent nahezu unverändert. Die Stornierungsquote blieb ebenfalls stabil bei 10,8 Prozent.

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Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/mgo

(END) Dow Jones Newswires

May 15, 2026 01:39 ET (05:39 GMT)

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