Fresenius Medical Care-Aktie im Minus: FMC bekräftigt Ausblick für Gesamtjahr 2026
Fresenius Medical Care (FMC) hat im ersten Quartal 2026 seine Jahresziele bei Vorlage der Erstquartalszahlen bekräftigt.
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Der Dialysedienstleister Fresenius Medical Care (FMC) hat im ersten Quartal 2026 die Markteinführung seiner 5008X-Dialysegeräte in den USA vorangetrieben, und seine Jahresziele bei Vorlage der Erstquartalszahlen bekräftigt. Organisch und währungsbereinigt wuchs der DAX-Konzern in den Monaten Januar bis März um 4 Prozent. Die Umsatzerlöse gingen um 6 (währungsbereinigt plus 3) Prozent auf 4,612 Milliarden Euro zurück. Analysten hatten im Mittel mit 4,586 Milliarden Euro Umsatz gerechnet. Die organischen Behandlungsmengen im wichtigen US-Markt verringerten sich um 0,4 Prozent.
Das operative Ergebnis verringerte sich um 14 (währungsbereinigt 9) Prozent auf 286 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge verschlechterte sich auf 6,2 von 6,8 Prozent. Der Analystenkonsens hatte auf 283 Millionen Euro EBIT gelautet. Das operative Ergebnis ohne Sondereffekte lag mit 467 Millionen Euro um 2 (währungsbereinigt 10) Prozent über Vorjahr; die Marge verbesserte sich auf 10,1 von 9,4 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2026 plant der Bad Homburger Konzern unverändert mit einem Umsatz ungefähr auf Höhe des Vorjahres. Das operative Ergebnis sieht er auf einem konstanten Niveau, mit einer Veränderungsrate im Vergleich zum Vorjahr zwischen einem positiven und negativen mittleren einstelligen Prozentbereich.
Grund für den verhaltenen Ausblick ist die für dieses Jahr geplante groß angelegte Markteinführung neuer Dialysegeräte in den USA, die FMC zunächst ausbremsen wird, langfristig aber für einen deutlichen Profitabilitätsschub sorgen soll, da mit der flächendeckenden Einführung der sogenannten hochvolumigen Hämodiafiltrationstherapie in den USA eine geringere Patientensterblichkeit und damit höhere Behandlungsmengen einhergehen sollen.
"Wir sind hochzufrieden mit der Geschwindigkeit der Einführung unseres innovativen 5008X CAREsystems", sagte Vorstandsvorsitzende Helen Giza. "Es ist bereits in etwa 100 Kliniken verfügbar und es wurden bereits mehr als 100.000 Behandlungen damit durchgeführt."
FMC spart mit "FME25+" im 1. Quartal 50 Millionen Euro ein
Der Dialysekonzerns Fresenius Medical Care (FMC) hat mit seinem Transformationsprogramm "FME25+" im ersten Quartal 50 Millionen Euro an zusätzlichen nachhaltigen Einsparungen erzielt. Wie der DAX-Konzern bei Vorlage seiner Erstquartalszahlen mitteilte, begann er mit der Verkleinerung seines US-Dialysekliniknetzwerks durch die Schließung von 64 Kliniken. FMC geht davon aus, den Großteil seiner Dialysepatienten in benachbarten Kliniken weiterbehandeln zu können.
Die mit dem "FME25+"-Programm verbundenen Einmalkosten, die hauptsächlich durch Klinikschließungen bedingt sind, bezifferte der Bad Homburger Konzern auf 166 Millionen Euro im abgelaufenen Quartal. Im Gesamtjahr 2026 plant FMC mit Einsparungen in Höhe von 250 Millionen Euro sowie damit verbundenen Einmalkosten von 350 Millionen Euro. Bis zum Jahresende 2027 sollen sich die Einsparungen auf insgesamt 1,2 Milliarden Euro belaufen.
Vor allem die mit "FME25+" verbundenen und als Sondereffekte behandelten Einmalkosten führten im Auftaktquartal zu einem Rückgang des berichteten EBIT um 14 Prozent auf 286 Millionen Euro und des berichteten Konzernergebnisses um 22 Prozent auf 118 Millionen Euro.
FMC dämmen Verluste ein nach Kursrutsch zum Auftakt
Nach einem Einbruch auf ein Kurstief seit Ende 2024 haben die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) am Dienstagvormittag die Verluste eingegrenzt. Waren die Papiere des Dialyse-Anbieters in den ersten Handelsminuten noch um fast zehn Prozent abgesackt, betrug der Abschlag später sogar 10,81 Prozent auf 34,67 Euro.
Experten bemängelten an der Quartalsbilanz der Bad Homburger vor allem ein schwaches Wachstum auf dem wichtigen US-Markt. Veronika Dubajova von der Citigroup etwa wies darauf hin, dass das Behandlungsvolumen auf vergleichbarer Basis im ersten Quartal um 0,4 Prozent zurückgegangen sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Sie habe mit einem nur halb so starken Minus gerechnet. "Das dürfte im Fokus stehen und dürfte die Aktien unserer Ansicht nach belasten", so die Analystin. Denn das Wachstum auf dem US-Markt sei der Schlüssel für eine spürbare Erholung der operativen Ergebnisse.
Ähnlich sah es Timo Kürschner von der Landesbank Baden-Württemberg: "Obwohl die Zahlen weitgehend im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind, hat das Zahlenwerk den Markt enttäuscht. Vor allem die erneut rückläufigen Behandlungszahlen in den USA dürften dafür die Ursache gewesen sein". Unter Abwägung von Chancen und Risiken riet der Experte jedoch weiter zum Kauf der Aktien. Denn vor allem in der zweiten Jahreshälfte sollte sich der Blick wieder stärker auf die Zukunft richten.
Ein Grund für das Aufholen der hohen anfänglichen Kursverluste am Dienstag könnte auch die jüngste absolute und relative Schwäche der Aktien sein. Diese hatten seit einem Zwischenhoch vor einem Jahr bei gut 54 Euro 28 Prozent eingebüßt. Der europäische Gesundheitssektor (STOXX EU600 Health Care), in dem auch FMC-Aktien enthalten sind, hat dagegen in diesem Zeitraum leicht zugelegt.
Auch charttechnische Gründe könnten eine Rolle spielen bei der Stabilisierung des Kurses nach dem morgendlichen Einbruch. Denn mit einem Tagestief von 35,20 Euro vermieden die Anteilsscheine ein Abrutschen unter die Marke von 35 Euro. Dort liegt ein markantes Tief vom Oktober 2024, unter das FMC seitdem nicht mehr gefallen sind.
Die Papiere des Mutterkonzerns Fresenius blieben mit minus 2 Prozent am Morgen nur knapp über ihrem Jahrestief, notierten im Verlauf sogar 3,41 Prozent tiefer bei 39,42 Euro.
Jefferies belässt FMC auf 'Underperform' - Ziel 32 Euro
Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Fresenius Medical Care (FMC) nach Zahlen auf "Underperform" mit einem Kursziel von 32 Euro belassen. James Vane-Tempest schrieb in einer am Dienstag vorliegenden Schnelleinschätzung, die Umsatzentwicklung des Dialysekonzerns entspreche in etwa den Erwartungen. Der Fokus liege aber wohl auf dem US-Geschäft wegen einer dort gesunkenen Behandlungszahl.
Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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Bildquellen: Fresenius Medical Care, Fresenius Medical Care
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 07.07.26 | Fresenius Medical Care (FMC) St Underweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 25.06.26 | Fresenius Medical Care (FMC) St Underweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 25.06.26 | Fresenius Medical Care (FMC) St Sell | UBS AG | |
| 22.06.26 | Fresenius Medical Care (FMC) St Neutral | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 09.06.26 | Fresenius Medical Care (FMC) St Sell | UBS AG |