Jahrhundertcrash

Kiyosaki warnt vor "größtem Crash der Geschichte" - und empfiehlt dieses Vorgehen als Schutz


Kiyosaki warnt vor "größtem Crash der Geschichte" - und empfiehlt dieses Vorgehen als Schutz

Bereits seit 2002 kündigt Robert Kiyosaki einen Jahrhundertcrash an, nun behauptet er, dessen Anfänge in Europa und Japan zu sehen. Noch hätten Anleger jedoch etwas Zeit, sich vorzubereiten.

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  • Kiyosaki macht KI-Hype, Krieg, Schulden und Demografie für angeblich kommenden Crash verantwortlich
  • Historische Analogie zur Weltwirtschaftskrise soll Dringlichkeit betonen
  • Kiyosaki gibt Empfehlungen zur Vorbereitung für Investoren
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Robert Kiyosaki, Autor des Bestsellers "Rich Dad Poor Dad", erklärte in dieser Woche in einem Beitrag auf der Plattform X, dass der von ihm seit 2002 angekündigte größte Börsen- und Anleihemarktcrash der Geschichte nun begonnen habe. Ausgehend von Europa und Japan verbreite er sich nun über die ganze Welt. Als Schutz für Anleger verweist Kiyosaki auf Sachwerte.

Kiyosakis Warnung und ihre Begründung

In seinem Beitrag schreibt Kiyosaki, der Crash habe in Europa und Japan begonnen und breite sich nun über die ganze Welt aus. Als Ursachen nannte er den KI-Hype, den Krieg im Iran, die hohe Verschuldung und den Ruhestand der Babyboomer-Generation. Der Investor zieht dabei eine historische Analogie zur Weltwirtschaftskrise, die seiner Darstellung nach 25 Jahre von 1929 bis 1954 dauerte und für vorbereitete Familien wie die Kennedys "die Zeit des größten Wohlstands in ihrem Leben" gewesen sei.

Auch schon Mitte August hatte Kiyosaki vor der US-Staatsverschuldung gewarnt, die kurz darauf die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritt, und die Einstufung von US-Staatsanleihen als sicheres Investment als größte Finanzlüge bezeichnet.

Was Kiyosaki Anlegern rät, um ihr Vermögen zu schützen

Als Schutz vor der von ihm erwarteten Dollar-Entwertung setzt Kiyosaki auf "eigene unternehmerische Tätigkeit, renditestarke Immobilien, Investitionen in Förderanlagen für Öl sowie das Sparen nicht in Bargeld, sondern in Gold, Silber und Bitcoin – im Bewusstsein, dass das Drucken von Falschgeld beginnen wird". Trotz zwischenzeitlicher Kursrückgänge bezeichnet er Bitcoin weiterhin als strukturelle Absicherung gegen den erwarteten Dollarverfall.

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Auch Anlegern rät er zu dieser Absicherungsstrategie und verweist darauf, dass momentan noch etwas Zeit sei, sich vorzubereiten. "Bitte mach dich nicht zum Opfer. Es bleibt noch ein wenig Zeit, bevor Eltern und Kinder aufwachen und die Panik sowie der Ansturm auf die Banken beginnen", schrieb er auf X.

Kiyosakis Warnungen in der Kritik

Kritiker verweisen jedoch darauf, dass Kiyosaki in der Vergangenheit wiederholt Crashs vorausgesagt hat, ohne dass diese in der prognostizierten Form eintraten. Bereits 2002 veröffentlichte Kiyosaki sein Buch "Rich Dad's Prophecy", in dem er einen Mega-Crash ankündigte, und im Frühjahr 2020 warnte er vor einem Kollaps, kurz bevor die Aktienmärkte einen ihrer stärksten Läufe der Geschichte hinlegten. Seine wiederkehrende Formel, ein Crash sei nicht eine Frage des Ob, sondern des Wann, wird von Beobachtern als Eingeständnis gewertet, dass er den genauen Zeitpunkt selbst nicht kennt.

Entsprechend skeptisch reagierten andere X-Nutzer auf die neue Warnung. "Mann, wenn die Leute dir zu diesem Zeitpunkt immer noch deine Masche abkaufen, sind sie ehrlich gesagt selbst schuld", schrieb ein Nutzer unter Verweis auf ein Diagramm, das die - extrem positive - Entwicklung des Aktienmarktes in den letzten Jahrzehnten zeigt.

Strategen sehen weiter Aufwärtspotenzial am Aktienmarkt

Im Aktienbereich lässt sich der von Kiyosaki beschriebene Crash derzeit kaum ausmachen, weder in Europa noch in Japan zeigen sich massive Einbrüche. Zudem haben mehrere Wall Street-Häuser erst kürzlich ihre Jahresendziele 2026 für den S&P 500 angehoben, unter anderem mit Verweis auf starke Unternehmensgewinne im zweiten Quartal.

Ob sich die Stimmung am Markt demnächst wie von Kiyosaki erwartet dreht oder die Strategen mit ihren angehobenen Jahreszielen recht behalten und es weiter aufwärts geht, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.

Carolin Ludwig, Redaktion finanzen.net

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