Japans Finanzpolitiker behalten Yen wegen Inflationssorgen im Blick


Von Megumi Fujikawa

DOW JONES--Japans Finanzpolitiker haben versprochen, den Yen genau im Auge zu behalten, und erklärten, dass die Stabilität des Devisenmarktes sowohl für die Inflation des Landes als auch für die Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung sei. Eine koordinierte Devisenmarktintervention "trägt dazu bei, die Stabilität der globalen Märkte und Volkswirtschaften zu unterstützen", sagte Finanzministerin Satsuki Katayama bei einer Pressekonferenz im Anschluss an den Gipfel der G20-Finanzminister.

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Katayama erklärte, sie habe auf dem Treffen die Maßnahmen der japanischen Regierung auf dem Devisenmarkt erläutert - die sie in Abstimmung mit den USA durchgeführt habe - und keiner der globalen Finanzchefs habe sein Missfallen geäußert.

Seit die USA und Japan Interventionen zur Stützung des Yen durchgeführt haben, hat sich US-Finanzminister Scott Bessent öffentlicher über den Yen und sein Vertrauen in die Politik von Japans Notenbankchef Kazuo Ueda geäußert - Äußerungen, die Marktteilnehmer als stummen Druck zur Anhebung der Leitzinsen interpretiert haben.

In einem Gespräch mit Ueda am Rande des G20-Treffens am Sonntag drückte Bessent seine Unterstützung für Japans entschlossene Schritte gegen die Unterbewertung des Yen aus und wies auf deren Rolle bei der Ankurbelung der inländischen Inflation hin, wie aus einer Erklärung des US-Finanzministeriums hervorgeht.

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Ueda, der ebenfalls bei der Pressekonferenz mit Katayama anwesend war, sagte, dass die jüngsten Wirtschaftsindikatoren mit den Projektionen der Zentralbank übereinstimmen. Er bekräftigte seine Haltung, weitere Zinserhöhungen auf der Grundlage der wirtschaftlichen, preislichen und finanziellen Bedingungen in Betracht zu ziehen.

Da die zugrunde liegende Inflation in Japan nahe am Ziel der Bank von Japan (BoJ) von 2 Prozent liege, sollte die Bank bezüglich einer möglichen Überschreitung des Inflationsziels vorsichtiger sein, sagte Ueda. "Devisenbewegungen sind ein Aufwärtsrisikofaktor, der genau beobachtet werden muss", fügte er hinzu.

Der Yen notierte zuletzt bei 160,20 gegenüber dem Dollar und blieb damit nahe einem 40-Jahrestief von fast 164, nachdem die Runde der gemeinsamen Interventionen den Abwärtstrend der Währung nicht umkehren konnte. Die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen stieg am Dienstag zudem erstmals seit September 1996 auf 3 Prozent.

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Ein schwacher Yen droht die Inflation in Japan angesichts der starken Abhängigkeit des Landes von Energie- und Nahrungsmittelimporten zu beschleunigen. Die Währungshüter der BoJ sind zunehmend besorgt, dass die zugrunde liegende Inflation das Ziel überschreiten könnte.

Kontakt zur Autorin: konjunktur.de@dowjones.com

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September 02, 2026 01:23 ET (05:23 GMT)

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