Airbus und MTU gründen JV für Wasserstoff-Brennstoffzellen-Triebwerk - Aktien unter Druck
Airbus und MTU Aero Engines wollen ihre Zusammenarbeit deutlich ausbauen und ein gemeinsames Unternehmen für Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebe gründen.
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Airbus und MTU Aero Engines gründen ein Joint Venture (JV) zur Entwicklung und Vermarktung eines vollelektrischen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Triebwerks. Beide Unternehmen hätten das Ziel, den Technologieführer in diesem Bereich zu schaffen und das erste wasserstoffbasierte Brennstoffzellenantriebssystem für ein Verkehrsflugzeug bereitzustellen, teilte Airbus mit. Wasserstoff habe das Potenzial, langfristig eine entscheidende Rolle bei der erheblichen Reduzierung der Klimaauswirkungen der Luftfahrt zu spielen und den Luftverkehr in einer Weise zu transformieren, die mit den Auswirkungen von Elektrofahrzeugen im Automobilsektor vergleichbar sei.
Das Joint Venture soll das Wissen von Airbus über Verkehrsflugzeugprogramme, die Expertise im Bereich Brennstoffzellenantriebe und flüssigen Wasserstoff mit der mehrjährigen Entwicklung von Brennstoffzellentechnologie von MTU und der Expertise in den Bereichen Triebwerksdesign, -integration, -validierung und -zertifizierung sowie Wartung vereinen. Über die Triebwerkstechnologien hinaus wollen Airbus und MTU weiterhin die Entstehung einer Wasserstoff-Luftfahrtwirtschaft und des damit verbundenen regulatorischen Rahmens fördern, die ebenfalls entscheidende Voraussetzungen für den Beginn des wasserstoffbetriebenen Fliegens in großem Maßstab sind, wie Airbus hinzufügte.
Das Gemeinschaftsunternehmen soll voraussichtlich im Jahr 2027 den Betrieb aufnehmen.
Airbus: Passagierzahl verdoppelt sich bis 2045
Der europäische Flugzeugbauer Airbus rechnet in den kommenden zwei Jahrzehnten mit einem weiter stark wachsendem Luftverkehr. Die Zahl der Passagiere werde sich bis 2045 bei einem durchschnittlichen Wachstum von 3,9 Prozent auf rund 10 Milliarden Menschen im Jahr verdoppeln, teilt das Unternehmen in seinem globalen Marktausblick mit. Ähnliche Schätzungen hat bereits der Welt-Airline-Verband IATA verbreitet.
Boeing (Boeing)-Konkurrent Airbus erwartet für den Zeitraum einen Bedarf von mehr als 42.000 Flugzeugen, von denen knapp die Hälfte (19.820) allein als Ersatz für aktuelle Jets benötigt würde. 22.240 Flugzeuge würden für Wachstum vorgesehen. 19 Prozent der Neuflotte würden als Großraumflugzeuge benötigt.
Treiber der Nachfrage seien Urbanisierung, Wirtschaftswachstum und eine wachsende Mittelschicht. Weil vor allem kleinere Städte statt der Metropolen wachsen, werde der Luftverkehr künftig dezentraler organisiert. Es entstünden neue Verbindungen zwischen mittelgroßen Städten abseits der großen Drehkreuze. Besonders gefragt blieben demnach sparsamere Kurz- und Mittelstreckenjets. Der Hersteller verwies auf sein eigenes Auftragsbuch mit mehr als 9.000 Maschinen.
Die Aktie von Airbus zeigt sich auf XETRA zeitweise 1,91 Prozent schwächer bei 200,00 Euro, für Titel von MTU geht es daneben satte 2,39 Prozent auf 359,30 Euro nach unten.
DOW JONES / (dpa-AFX)
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Bildquellen: Airbus, MTU Aero Engines
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 08:56 | Airbus SE Hold | Jefferies & Company Inc. | |
| 09.07.26 | Airbus SE Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 09.07.26 | Airbus SE Buy | UBS AG | |
| 08.07.26 | Airbus SE Outperform | RBC Capital Markets | |
| 08.07.26 | Airbus SE Hold | Jefferies & Company Inc. |
