Kiews Gegenangriffe: Brände und Tote in Russland


SARATOW/SAMARA (dpa-AFX) - In Russland sind infolge ukrainischer Drohnenangriffe mehrere Menschen getötet worden. Zivile Infrastruktur in Saratow und Engels sei beschädigt worden, schrieb der Gouverneur der Region Saratow, Roman Bussargin, bei Telegram, ohne Details zu nennen. In Engels sei ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt worden und zwei Menschen seien ums Leben gekommen.

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In Belgorod sowie in der Republik Udmurtien starben nach russischen Medienberichten jeweils drei Menschen, mindestens fünf weitere Personen wurden durch ukrainische Raketen und Drohnen verletzt. Details nannten die Behörden nicht.

In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die Feuer auf dem Gelände der Raffinerie in Saratow zeigen sollen. Sie war in der Vergangenheit schon oft Ziel ukrainischer Gegenangriffe. In Engels ist einer der größten Luftwaffenstützpunkte in ganz Russland. Von dort steigen immer wieder strategische Bomber auf, um Städte in der Ukraine mit Raketen zu beschießen. Auch Engels war daher schon mehrfach Ziel ukrainischer Gegenangriffe.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte ukrainische Angriffe auf Ziele in Russland. Dabei nannte er auch die Ölraffinerie Saratow und den Militärflugplatz Engels. Er dankte den ukrainischen Streitkräften und sagte, die Ukraine bringe den Krieg zurück dorthin, wo er hergekommen ist.

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Wieder Drohnenangriff auf Online-Versandhändler

Erneut attackierten ukrainische Drohnen außerdem ein Logistikobjekt des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries, diesmal in der Region Samara, wie das Unternehmen mitteilte. In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen. Verletzte gebe es nicht.

Russland wehrte in der Nacht dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge 635 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und der annektierten Halbinsel Krim ab. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen, lassen aber Rückschlüsse auf die Intensität der Angriffe zu.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes nimmt sie auch Ziele im russischen Hinterland ins Visier. Ihre Gegenangriffe vor allem mit Drohnen hat sie zuletzt ausgeweitet./ksr/DP/nas

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