Kohlenrückstände: Schwedische Küstenwache durchsucht Schiff


YSTAD (dpa-AFX) - Wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen Umweltgesetze hat die schwedische Küstenwache ein Frachtschiff vor der Südküste Schwedens gestoppt. Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff soll vor der Hafenstadt Ystad Kohlenrückstände in die Ostsee gespült haben, wie die Küstenwache mitteilte. Am Sonntagmorgen sei der Frachter "Hui Yuan" im Auftrag der Staatsanwaltschaft geentert worden.

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Ein Flugzeug der Küstenwache habe bei der Überwachung der Ostsee am Samstag festgestellt, dass von dem Frachter Kohlenrückstände ins Meer geleitet worden seien. "Dies stellt einen Verstoß gegen das Umweltgesetz dar", heißt es in der Mitteilung.

Den Angaben nach leitete die schwedische Staatsanwaltschaft eine Voruntersuchung ein, die Besatzung soll vernommen werden. Der 225 Meter lange Frachter, der aus Russland kam, ist laut Küstenwache in Panama registriert. Das Schiff war auf dem Weg nach Las Palmas in Spanien.

Immer wieder Schiffe durchsucht

Laut der schwedischen Nachrichtenagentur TT hat die Küstenwache damit zum vierten Mal seit März ein Schiff geentert. Zwei davon befänden sich noch vor der Südküste Schwedens. Erst am 3. April durchsuchte die Küstenwache einen mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehörenden Tanker.

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Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die von den westlichen Alliierten im Verlauf des Ukraine-Krieges verhängten Sanktionen zu umgehen. Bei den meist älteren Tankern besteht ein höheres Risiko für Umweltverschmutzungen./pba/DP/zb

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