Konsum der US-Haushalte steigt im August - Einkommen sinkt
Von Josh Mitchell
WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Konsumausgaben sind im August gestiegen, während die Einkommen sanken, was eine neue Hürde für die wirtschaftliche Erholung darstellt. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Ausgaben um 1,0 Prozent, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,9 Prozent gerechnet. Für Juli wurde ein revidiertes Plus von 1,5 Prozent (vorläufig: 1,9 Prozent) genannt.
Für die Einkommen meldete das Ministerium einen Rückgang von 2,7 Prozent. Die Einkommen sanken zum Teil aufgrund eines Rückgangs der staatlichen Hilfen für arbeitslose Arbeitnehmer. Volkswirte hatten im Vorfeld eine Abnahme um 2,5 Prozent erwartet. Für Juli wurde der Zuwachs auf 0,5 (vorläufig: 0,4) Prozent revidiert.
Die Sparquote der privaten US-Haushalte betrug 14,1 Prozent.
Das von der US-Notenbank favorisierte Preismaß, der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent. Auf Jahressicht erhöhte sich der Index um 1,4 Prozent. Die Fed verfolgt mittlerweile ein flexibles Inflationsziel: Künftig darf die Preissteigerung für eine Weile höher als 2 Prozent liegen, wenn sie sich zuvor für einen längeren Zeitraum darunter bewegt hat. In der Kernrate ohne die Komponenten Nahrung und Energie stieg der Index um 0,3 Prozent auf Monats- und 1,6 Prozent auf Jahressicht.