Kubicki: Keine Rücksichtnahme auf Strack-Zimmermanns Gefolgschaft


BERLIN (dpa-AFX) - Der neue FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki will nach der gewonnenen Kampfabstimmung keine besondere Rücksicht auf die Positionen seiner Kontrahentin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und ihrer Gefolgschaft nehmen. "Gar nicht", antwortete er in den ARD-"Tagesthemen" auf die Frage, wie er die für sich gewinnen wolle. "Weil meine Aufgabe nicht darin besteht irgendjemanden zu gewinnen, sondern dazu beizutragen, dass die Freien Demokraten von den Wählerinnen und Wählern wieder ernst genommen werden. Es ist völlig egal, wie wir uns da selbst empfinden, ob wir lustig oder traurig sind."

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Entscheidend seien gute Ergebnisse bei Wahlen, sagte Kubicki. "Und darum werde ich mich kümmern."

Kubicki hatte sich in der Kampfabstimmung mit 59,3 Prozent gegen Strack-Zimmermann mit 39,4 Prozent durchgesetzt. Während er seine Bewerbung um den Vorsitz schon vor längerer Zeit bekanntgemacht hatte, hatte sie erst auf dem Parteitag in Berlin kandidiert, unmittelbar vor den Wahlen zum Präsidium und Bundesvorstand. Nach ihrer Niederlage argumentierte sie, dass ihr Ergebnis zeige, dass es Mitglieder gebe, die keine Verschiebung der Koordinaten der Partei wollten. Der Platz der FDP sei nicht zwischen Union und AfD.

Schon in den Vorstellungsreden von Kubicki und Strack-Zimmermann ging es auch um das Verhältnis zur AfD. Strack-Zimmermann ging scharf mit Kubicki und dem dann zum Generalsekretär gewählten Martin Hagen ins Gericht wegen der von ihnen geführten Debatte gegen die Brandmauer. Allerdings hatte auch Kubicki zuvor eine Kooperation mit der AfD klar abgelehnt: "Es wird mit Liberalen nie eine Zusammenarbeit mit der AfD geben, niemals."/and/DP/zb

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