Kubickis Anspruch für die FDP: Mehr als zehn Prozent


BERLIN (dpa-AFX) - Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki strebt im Fall seiner Wahl zum Parteichef wieder Wahlergebnisse über zehn Prozent der Stimmen an. "Zunächst schwebt mir vor, die FDP nach einem Jahr bitterböser Bedeutungslosigkeit wieder in die Nähe von fünf Prozent zu heben" und dann darüber, sagte Kubicki der "Welt am Sonntag". "Der Kubicki-Effekt beginnt bei sechs Prozent. Dann ist die Hürde überwunden." Der Anspruch des Schleswig-Holsteiners ist aber größer. Bei den Bundestagswahlen 2017 und 2021 habe die FDP 10,7 und 11,4 Prozent geholt, so Kubicki: "Ein Anspruch darunter ist für einen Kampfsportler wie mich kein wirklicher Anspruch."

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Kubicki kandidiert auf dem Parteitag Ende Mai für zunächst ein Jahr als neuer Vorsitzender. "Wenn wir im Mai nächsten Jahres in Umfragen immer noch bei zwei Prozent stehen, dann kann auch Wolfgang Kubicki nicht mehr helfen", sagte der 74-Jährige. Er berichtete, dass der frühere Parteichef Christian Lindner ihn animiert habe anzutreten: "Die Tatsache, dass er mich angeschrieben und mit mir telefoniert hat, um zu sagen "Du musst es machen", deutet darauf hin, dass ihm die FDP nicht egal ist."

Neben Kubicki bewirbt sich der nordrhein-westfälische Landeschef Henning Höne um den Bundesvorsitz. "Wenn ich gewählt werde, würde ich mich freuen, wenn Henning als Stellvertreter weiter macht", sagte Kubicki./and/DP/zb

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