Lagarde: EZB achtet auf Zweitrundeneffekte und Inflationserwartungen


Von Hans Bentzien

DOW JONES--Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach den Worten ihrer Präsidentin Christine Lagarde im Umgang mit dem aktuellen Ölpreisschock vor allem auf mögliche Zweitrundeneffekte und auf die Verankerung der Inflationserwartungen achten. "Das sind zwei wesentliche Treiber - nicht die einzigen, aber solche, auf die wir ganz besonders genau schauen werden", sagte sie in der Pressekonferenz zum Abschluss von Beratungen der EU-Finanzminister. Ein weiterer Aspekt sei das Volumen der verfügbaren Reserven, insbesondere beim Öl, und die Anzahl der verbleibenden Tage, in denen die Nachfrage bedient werden könne, ohne die Nachfrage künstlich drosseln zu müssen.

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"Selbst wenn die Krise jetzt gelöst würde - und wir hören ja hier und da verschiedene Gerüchte -, gäbe es anhaltende Nachlaufeffekte, die sich weiter durchziehen würden", sagte Lagarde. Das Preisniveau werde am Ende der Krise, wenn es denn komme, höher sein als zuvor. Aufgabe der EZB sei es aber, die Inflation bei 2 Prozent zu stabilisieren. "Wir werden die dafür notwendigen Maßnahmen ergreifen", sagte die EZB-Präsidentin.

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DJG/hab/kla

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May 22, 2026 05:39 ET (09:39 GMT)

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