Langstreckenmaschinen

Airbus-Aktie in Rot: Engpässe verzögern Qantas-Pläne für Nonstop-Flüge nach London


Airbus-Aktie in Rot: Engpässe verzögern Qantas-Pläne für Nonstop-Flüge nach London

Der Flugzeugbauer Airbus kann mehrere Langstreckenmaschinen für die australische Airline Qantas wegen Engpässen in der Lieferkette erst mit Verzögerung ausliefern.

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Der erste von zwölf speziell für Qantas angepasste Airbus SE A350 werde nun im April 2027 ausgeliefert, teilte der europäische Konzern mit. Die Fluggesellschaft hatte damit gerechnet, das erste Flugzeug Ende 2026 zu erhalten.

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Qantas hatte 2022 angekündigt, neue Flugzeuge bei Airbus zu bestellen, um ultralange Nonstop-Flüge zwischen australischen Städten und London sowie New York durchzuführen.

Die Verzögerung bei der Auslieferung des ersten Flugzeugs dieser Charge sei "großenteils auf die Auswirkungen von Lieferkettenproblemen zurückzuführen", teilte Airbus mit, ohne dies näher auszuführen.

Airbus musste in den Jahren 2022, 2024 und 2025 wegen fehlender Komponenten seine Jahresziele für die Auslieferung von Flugzeugen senken. Weltweite Engpässe erschwerten die Beschaffung notwendiger Bauteile, von Sitzen bis hin zu Toiletten. In diesem Jahr ist ein Engpass bei Triebwerken - die von der RTX-Tochter Pratt & Whitney geliefert werden - zum neuesten Problem für Airbus geworden, auch wenn der Konzern seine Auslieferungsziele für das Jahr bekräftigt hat.

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Das erste Flugzeug der A350-1000ULR-Bestellung werde derzeit lackiert und solle in wenigen Wochen Testflüge absolvieren, sagte eine Qantas-Sprecherin.

Im Juni werde die erste Route und der Zeitplan für den ersten Ultralangstreckenflug bekannt gegeben. Trotz der Verzögerung bei der ersten Auslieferung würden die nächsten Flugzeuge in rascher Folge eintreffen, sodass die Fluggesellschaft bis November wieder ihren ursprünglichen Zeitplan einhalten könne.

"Wir arbeiten weiterhin eng mit Airbus bei dem Auslieferungs- und Zertifizierungsprozess zusammen, der es uns ermöglichen wird, diese geschichtsträchtigen Ultra-Langstreckenflüge aufzunehmen", sagte die Sprecherin.

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Air China Cargo stockt A350F-Bestellung bei Airbus um 4 Maschinen auf

p> Die Frachtfluggesellschaft Air China Cargo hat ihre Bestellung von Frachtmaschinen des Typs A350F bei Airbus um vier aufgestockt. Im November 2025 hatte die chinesische Airline zunächst sechs A350F bei Airbus in Auftrag gegeben. Die Bestellung beläuft sich damit nun auf insgesamt zehn Flugzeuge dieses Modells.

Air China Cargo nahm Ende 2023 erstmals Frachtflugzeuge von Airbus in Betrieb und betreibt aktuell eine Flotte von acht A330-200P2F. Diese werden künftig durch den A350F ergänzt.

Airbus punktet mit A350-Frachter weiter in Boeings Stammgeschäft

Der europäische Flugzeugbauer Airbus drängt mit seinem neuen Frachtjet A350F weiter in die Domäne seines kriselnden US-Rivalen Boeing. Bis Ende April hatten 14 Käufer insgesamt 101 Maschinen des neuen Typs fest bestellt. Und am Dienstag stockte die Frachtfluggesellschaft Air China Cargo ihre Bestellung vom November von sechs auf zehn Flugzeuge auf - noch bevor Airbus überhaupt einen Jet des Typs ausgeliefert hat.

Seit Jahrzehnten beherrschte Boeing den Markt für große Frachtflugzeuge. Doch in seiner Dauerkrise hat der US-Konzern auch in diesem Segment an Höhe verloren. Dabei galt der Großraumjet Boeing 777F in der Branche lange als das Frachtflugzeug überhaupt. Die Frachtversion des Passagierjets 777 ist überall in der Branche präsent. Auch die Lufthansa setzte bei der Erneuerung ihrer Frachterflotte vor einigen Jahren auf die 777F.

Doch die Entwicklung der 777X als modernisierte und weniger spritdurstige Neuauflage der 777 entwickelte sich zu einer jahrelangen Hängepartie. Nicht nur die Passagierversion soll inzwischen erst 2027 kommen und damit sieben Jahre später als geplant. Auch auf den modernisierten Frachter müssen die Airlines viel länger warten. Da war es einigen Gesellschaften nur recht, dass Airbus aus seinem Passagierjet A350-1000 eine Frachtversion entwickeln wollte.

Größter Auftraggeber der A350F ist inzwischen Atlas Air Worldwide, der Mutterkonzern der Frachtfluggesellschaft Atlas Air aus den USA. Das Unternehmen bestellte im März auf einen Schlag gleich 20 Airbus A350.

Allerdings müssen sich auch die ersten Käufer des Airbus-Modells länger gedulden als zunächst gedacht. Hatte Airbus-Chef Faury die Erstauslieferung bei Ankündigung der Entwicklung 2021 noch für das Jahr 2025 in Aussicht gestellt, rechnet er mit diesem Schritt inzwischen erst für das zweite Halbjahr 2027.

Im XETRA-Handel notiert die Airbus-Aktie zeitweise 0,11 Prozent tiefer bei 174,20 Euro.

DOW JONES/dpa-AFX

Bildquellen: Airbus, Bocman1973 / Shutterstock.com

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08:56 Airbus SE Hold Jefferies & Company Inc.
09.07.26 Airbus SE Buy Goldman Sachs Group Inc.
09.07.26 Airbus SE Buy UBS AG
08.07.26 Airbus SE Outperform RBC Capital Markets
08.07.26 Airbus SE Hold Jefferies & Company Inc.