GlaxoSmithKline nach Gewinnrückgang noch pessimistischer für 2020
Belastet von einer schwachen Entwicklung des Impfstoffgeschäfts hat der britische Pharmariese GlaxoSmithKline im dritten Quartal weniger verdient als im Vorjahr.
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Analysten hatten allerdings einen stärkeren Gewinnrückgang erwartet. Die Jahresprognose für 2020 hat GlaxoSmithKline präzisiert und ist nun pessimistischer als bisher.
Beim proteinbasierten Corona-Impfstoff, der gemeinsam mit Sanofi entwickelt wird, soll die Phase-III-Studie im Dezember starten. Lieferabkommen seien mit den USA, der EU, Großbritannien und Kanada abgeschlossen worden.
GlaxoSmithKline wies für das dritte Quartal einen Nettogewinn von 1,24 Milliarden britischen Pfund aus, nachdem im Vorjahr 1,55 Milliarden Pfund bilanziert hatte. Analysten hatten einen Gewinnrückgang auf 876,2 Millionen Pfund erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg unterdessen um 1 Prozent auf 35,60 Pence und übertraf damit die Analystenprognose von 30,40 Pence. Der Konzernumsatz knickte von 8,65 Milliarden Pfund von 9,39 Milliarden Pfund ein. Das lag größtenteils daran, dass in der Impfstoffsparte der Umsatz um 12 Prozent auf 2,03 Milliarden Pfund abrutschte. Die Covid-19-Krise habe sich auf den Absatz der etablierten Impfstoffe negativ ausgewirkt, erklärte GlaxoSmithKline. In der Sparte Pharmaceuticals ermäßigte sich der Umsatz um 7 Prozent, unter anderem wegen schleppender Verkäufe von HIV-Medikamenten.
Zum Ausblick erklärte der Konzern, für das Gesamtjahr 2020 gehe man zwar unverändert beim bereinigten Ergebnis je Aktie von einem Rückgang zwischen 1 und 4 Prozent aus. Allerdings sieht die Gesellschaft nun einen Wert am unteren Ende der Prognosespanne.
An der Börse in London geht es für die Anteilsscheine zeitweise 1,80 Prozent auf 13,35 US-Dollar runter.
Von Ian Walker
FRANKFURT (Dow Jones)
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