Linke: Warkens Reformplan dient Arbeitgebern


BERLIN (dpa-AFX) - Die Linke im Bundestag übt Kritik an den Sparplänen von Gesundheitsministerin Nina Warken für die gesetzliche Krankenversicherung. Fraktionschef Sören Pellmann bemängelte, dass es zu höheren Zuzahlungen kommen könnte und die Mitversicherung von Ehegatten eingeschränkt werden solle. "Das alles ist eine Politik im Interesse insbesondere der Arbeitgeberinnen und der Arbeitgeber und gegen die Interessen insbesondere der gesetzlich Krankenversicherten", sagte Pellmann.

Werbung

Er warb stattdessen für eine Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze, aus seiner Sicht der "wirksamste Hebel zu einer nachhaltigen Finanzierung" der gesetzlichen Krankenversicherung. Folge wären höhere Beitragszahlungen von Gutverdienern.

Co-Fraktionschefin Heidi Reichinnek forderte Änderungen bei der Vergabe von Arztterminen. Da Privatversicherte oft schneller drankommen als gesetzlich Versicherte, sagte sie: "Wir haben mehrere Vorschläge, um diese Ungerechtigkeit zu beenden. Unter anderem ganz simpel, dass bei der Vergabe von Terminen die Art der Krankenkasse nicht mehr abgefragt werden darf."

Gesundheitsministerin Warken hatte eine Reihe von Kürzungen vorgeschlagen, um eine Milliardenlücke in der gesetzlichen Krankenversicherung zu schließen. Grundlage ihres Konzepts sind Empfehlungen einer Expertenkommission./vsr/DP/jha

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.