London stoppt Zuschüsse für Auslandsprojekte mit fossiler Energie
LONDON (dpa-AFX) - Die britische Regierung will Auslandsprojekte der Energiebranche mit fossilen Brennstoffen nicht mehr bezuschussen. Das kündigte der britische Premierminister Boris Johnson kurz vor dem Start des "Climate Ambition Summit" am Samstag an. Bei dem digitalen UN-Gipfel zum fünften Jahrestag des Pariser Klimaabkommens wollen 75 Staats- und Regierungschefs die Ambitionen ihrer Länder vorstellen. Großbritannien ist Co-Gastgeber des Gipfels, der anstelle des coronabedingt auf kommendes Jahr verschobenen UN-Klimagipfels in Glasgow stattfindet.
Der Schritt sei "ein bedeutender Umbruch", hieß es in einer Mitteilung der Regierung. In den vergangenen vier Jahren seien britische Öl- und Gasexporte mit 21 Milliarden Pfund (knapp 23 Milliarden Euro) bezuschusst worden. Die neuen Regeln sollten so bald wie möglich in Kraft treten.
Die Regierung werde mit dem Öl- und Gas-Sektor des Landes zusammenarbeiten, um den Wandel hin zu klimafreundlichen Energiequellen zu unterstützen, hieß es weiter. Regionen wie das englische Teesside und das schottische Aberdeen an der Nordsee sollten globale Zentren der Windenergie und anderer alternativer Energiequellen werden.
"Indem wir jetzt ambitioniert und bestimmt handeln, werden wir die Arbeitsplätze der Zukunft schaffen, die Erholung von der Coronavirus-Pandemie antreiben und unseren schönen Planeten für künftige Generationen erhalten", sagte Johnson der Mitteilung zufolge.
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