Luxemburg kündigt deutlich höhere Verteidigungsausgaben an


LUXEMBURG (dpa-AFX) - Luxemburg wird deutlich mehr als bisher für sein Militär ausgeben. Verteidigungsminister François Bausch teilte am Freitag mit, von 573 Millionen Euro im kommenden Jahr sollten die Ausgaben auf knapp eine Milliarde Euro im Jahr 2028 steigen. Das Land werde dann etwa ein Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgeben. Diese deutliche Erhöhung sei wegen der "aktuellen Sicherheitslage in Europa" und wegen Verpflichtungen gegenüber der Nato notwendig geworden. Offiziell soll dies bei dem am 27. Juni in Madrid beginnenden Nato-Gipfel mitgeteilt werden.

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Im Vergleich zum Jahr 2014 werde der luxemburgische Aufwand für die Verteidigung damit verfünffacht, hieß es. Die Entscheidung solle dauerhaft gelten.

Die Nato-Mitglieder hatten 2014 bei einem Gipfel in Wales ein Ziel von Verteidigungsausgaben in Höhe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts vereinbart. In einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums heißt es, das 2-Prozent-Ziel berücksichtige jedoch nicht die besondere Situation von Luxemburg, dessen Bruttoinlandsprodukt deutlich über dem anderer Nato-Mitglieder liege.

Luxemburg mit insgesamt rund 1000 Soldaten will das zusätzliche Geld unter anderem für die Stärkung eines belgisch-luxemburgischen Aufklärungsbataillons sowie für seinen Anteil an der Nato-Lufttransportkapazität, an der Luftraumüberwachung und für medizinisch ausgestattete Transportflugzeuge ausgeben. Außerdem wolle man die Entwicklung von Drohnen und militärischen Satelliten fördern.

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