MÄRKTE ASIEN/Magere Erholung von Vortagesverlusten bei Aktien
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TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Nach der Talfahrt des Vortages zeigen sich die ostasiatischen Börsen am Mittwoch mehrheitlich mit Aufschlägen. Die Erholung fällt aber zum Teil recht mager aus. Dies liegt auch an überraschend falkenhaften Tönen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell. Der Fed-Chairman sprach von einer sehr starken Wirtschaft und weiter hohem inflationären Druck, weshalb es angemessen sei, über eine Beschleunigung des beim November-Treffen der Notenbanker eingeleiteten Zurückfahrens der Wertpapierkäufe zu diskutieren.
Während die Äußerungen die Wall Street noch schwer belastet hatten, hören Händler in Asien vor allem die positiven Botschaften zum Konjunkturverlauf heraus. Auch aus China kommen optimistische Verlautbarungen zur Konjunkturentwicklung im kommenden Jahr. Dies seien gerade vor dem Hintergrund der Coronapandemie ermutigende Signale, heißt es im Handel. Zudem stellte Chinas Politik eine stärkere Unterstützung für Unternehmen in Aussicht. Aber so ganz verliert die Omikron-Variante des Coronavirus ihren Schrecken nicht. Händler sprechen von anhaltender Verunsicherung der Anleger.
Der Dollar, der zunächst von den falkenhaften Signalen Powells profitiert hatte, gibt im asiatisch dominierten Handel schon wieder leicht nach, der Dollarindex sinkt um knapp 0,1 Prozent.
Die am Vortag schwächsten Börsen in Hongkong, Seoul und Tokio führen derweil das Feld der Gewinner an. Die Analysten von KGI verweisen auf die Stabilisierung der chinesischen Volkswirtschaft. Die Talsohle der Wachstumsschwäche könnte durchschritten sein. Im chinesischen Kernland tut sich derweil aber weiterhin nicht viel an den Börsen - bereits am Vortag war hier eine Stagnation zu beobachten. Ölwerte ziehen mit den steigenden Erdölpreisen etwas an.
Besonders kräftig fällt die Erholung in Südkorea aus - angeführt von Aufschlägen in den Sektoren Automobilbau, Chemie und Stahl. Gestützt wird die Stimmung von besser als gedacht ausgefallenen Handelsdaten. So kletterten die südkoreanischen Exporte binnen Jahresfrist um 32,1 Prozent und erreichten einen Rekordwert im November.
In Tokio zeigt sich der Nikkei-255 nur mäßig erholt vom Vortagesabsturz. Selbst die Dollarstärke zum japanischen Yen stützt kaum. Investoren fürchteten verschärfte staatliche Maßnahmen gegen die sich ausbreitende Omikron-Variante, heißt es.
In Sydney hat der S&P/ASX-200 etwas leichter geschlossen. Damit ging der Index aber klar erholt von den Tagestiefs aus dem Handel, temporär hatte der Index 1 Prozent eingebüßt. Gewinne bei den Schwergewichten machten Verluste am breiten Markt wett. Reise- und Einzelhandelswerte zählten zu den klaren Verlierern, aber die schwer gewichteten Bankentitel NAB, Westpac und Commonwealth stiegen zwischen 0,3 und 0,8 Prozent. Das BIP war im dritten Quartal weniger deutlich als befürchtet gesunken.
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Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 7.235,90 -0,3% +9,9% 06:00
Nikkei-225 (Tokio) 27.950,97 +0,5% +1,4% 07:00
Kospi (Seoul) 2.900,74 +2,2% +0,9% 07:00
Schanghai-Comp. 3.565,42 +0,0% +2,7% 08:00
Hang-Seng (Hongk.) 23.751,77 +1,2% -12,4% 09:00
Straits-Times (Sing.) 3.091,30 +1,6% +9,7% 10:00
KLCI (Malaysia) 1.502,74 -0,7% -7,0% 10:00
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 8:57 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1334 -0,0% 1,1338 1,1331 -7,2%
EUR/JPY 128,57 +0,2% 128,34 128,23 +2,0%
EUR/GBP 0,8506 -0,2% 0,8527 0,8500 -4,8%
GBP/USD 1,3326 +0,2% 1,3297 1,3329 -2,6%
USD/JPY 113,43 +0,2% 113,19 113,18 +9,9%
USD/KRW 1.177,53 -0,5% 1.182,87 1.190,28 +8,5%
USD/CNY 6,3641 -0,0% 6,3643 6,3716 -2,5%
USD/CNH 6,3670 +0,0% 6,3667 6,3756 -2,1%
USD/HKD 7,7961 -0,0% 7,7975 7,8006 +0,6%
AUD/USD 0,7168 +0,6% 0,7124 0,7119 -6,9%
NZD/USD 0,6857 +0,5% 0,6820 0,6808 -4,6%
Bitcoin
BTC/USD 57.380,01 -1,3% 57.380,01 56.529,01 +97,5%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 68,32 66,18 +3,2% 2,14 +43,9%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.782,34 1.774,57 +0,4% +7,77 -6,1%
Silber (Spot) 22,89 22,90 -0,0% -0,01 -13,3%
Platin (Spot) 959,60 941,20 +2,0% +18,40 -10,4%
Kupfer-Future 4,35 4,28 +1,6% +0,07 +23,3%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/raz
(END) Dow Jones Newswires
December 01, 2021 01:04 ET (06:04 GMT)
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