MÄRKTE ASIEN/Tokio sehr fest - Chin. Impfstoffhersteller stürzen ab


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TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--An den Börsen in Ostasien und Australien hat sich am Donnerstag keine einheitliche Tendenz ausmachen lassen. In den USA hatte der Dow-Jones-Index am Mittwoch im Verlauf zwar ein Rekordhoch erreicht, doch unter diesem Niveau geschlossen. Die Nasdaq verbuchte sogar Verluste, denn das Thema Zinserhöhungen schwelte weiter. Überdies hatten Konjunkturdaten nicht in allen Punkten überzeugt.

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Anleger sowohl in den USA als auch in Asien warten nun gespannt auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für April am Freitag. Bis dahin dürfte an vielen Börsen Zurückhaltung vorherrschen.

In Japan und Festlandchina wurde nach jeweils mehrtägigen Feiertagspausen am Donnerstag erstmals wieder gehandelt. Doch während der Nikkei-225-Index in Tokio um 1,8 Prozent auf 29.331 Punkte zulegte, ging es in Schanghai mit dem Composite-Index um 0,2 Prozent abwärts. Der Shenzhen-Composite gab um 1,0 Prozent nach und der technologielastige Chinext um 2,5 Prozent.

An der Börse in Hongkong, die in den vergangenen Tagen durchweg geöffnet war, bröckelten anfangs deutlichere Gewinne. Der Hang-Seng-Index notierte im späten Handel 0,7 Prozent höher. In Seoul, wo der Handel am Mittwoch wegen eines Feiertags unterbrochen war, gewann der Kospi 1,0 Prozent.

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Für das Plus der japanischen Aktien machten Beobachter nachlassende Zinsängste und überraschend gute Quartalsausweise heimischer Unternehmen verantwortlich. Unter anderem hatte Japan Tobacco (+2,2%) mit dem Nettogewinn die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktien der Stahlkonzerne Nippon Steel (+7,5%) und Sumitomo Metal Mining (+7,1%) profitierten von der Hoffnung auf eine höhere Nachfrage im Zuge der Wirtschaftserholung nach der Pandemie. Die Zeitung Nikkei hatte sich in einem Bericht optimistisch zu den Ertragsaussichten von Nippon Steel geäußert.

Australische Bergbauwerte unbeeindruckt von Konflikt mit China

In Sydney ging es mit den Aktienkursen im Schnitt um 0,5 Prozent abwärts. Nur eine geringe Rolle spielte dabei, dass China ein Wirtschaftsabkommen mit Australien ausgesetzt hatte. Peking begründete dies mit der "derzeitigen Haltung" der australischen Regierung. Im vergangenen Monat hatte die Regierung von Premierminister Scott Morrison ein zwischen China und dem australischen Bundesstaat Victoria geschlossenes Abkommen zur "Belt and Road Initiative" aufgekündigt, die auch als "Neue Seidenstraße" bezeichnet wird.

China ist wichtigster Abnehmer australischer Rohstoffe wie Kohle. Die Aktien der Bergbaukonzerne Rio Tinto (+1,0%), BHP (+2,1%) und Fortescue (+0,1%) trotzten indessen dem jüngsten Konflikt mit China. Verkauft wurden in Sydney dagegen mit den negativen US-Vorgaben vor allem Technologiewerte. Der Sektor verbuchte ein Minus von 3,6 Prozent.

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Der australische Dollar ("Aussie") geriet nur vorübergehend unter Druck. Er fiel zeitweise bis auf 0,7700 US-Dollar, erholte sich dann aber.

In Hongkong brachen die Aktien von Shanghai Fosun Pharmaceutical im späten Handel um 12,5 Prozent ein, nachdem sie am Montag ein Allzeithoch erreicht hatten. Möglicherweise belastete hier der Vorstoß der USA, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe auszusetzen. Fosun Pharma hatte im März eine strategische Allianz mit Biontech zur Entwicklung und Vermarktung von Covid-19-Impfstoffen in China geschlossen. Auch die Aktien anderer Hersteller von Impfstoffen gaben deutlicher nach. CanSinBio fielen um rund 14 Prozent. Chongqing Zhifei Biological Products stürzten in Shenzhen um fast 9 Prozent ab und Walvax Biotechnology um rund 11 Prozent.

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Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende

S&P/ASX 200 (Sydney) 7.061,70 -0,48% +7,20% 08:00

Nikkei-225 (Tokio) 29.331,37 +1,80% +4,99% 08:00

Kospi (Seoul) 3.178,74 +1,00% +10,62% 08:00

Schanghai-Comp. 3.441,28 -0,16% -0,92% 09:00

Hang-Seng (Hongk.) 28.618,06 +0,70% +4,38% 10:00

Taiex (Taiwan) 16.994,36 +0,90% +15,35% 07:30

Straits-Times (Sing.) 3.170,78 +0,55% +10,89% 11:00

KLCI (Malaysia) 1.567,95 -0,49% -3,17% 11:00

BSE (Mumbai) 48.661,28 -0,03% +1,66% 12:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 9:00 Uhr % YTD

EUR/USD 1,2024 +0,1% 1,2006 1,2003 -1,6%

EUR/JPY 131,44 +0,3% 131,11 131,32 +4,2%

EUR/GBP 0,8646 +0,1% 0,8633 0,8628 -3,2%

GBP/USD 1,3908 +0,0% 1,3908 1,3910 +1,7%

USD/JPY 109,30 +0,1% 109,20 109,41 +5,9%

USD/KRW 1125,17 +0,0% 1124,80 1127,39 +3,6%

USD/CNY 6,4780 +0,1% 6,4735 6,4735 -0,8%

USD/CNH 6,4772 -0,2% 6,4874 6,4895 -0,4%

USD/HKD 7,7689 -0,0% 7,7694 7,7684 +0,2%

AUD/USD 0,7751 +0,1% 0,7746 0,7715 +0,6%

NZD/USD 0,7217 +0,1% 0,7212 0,7160 +0,5%

Bitcoin

BTC/USD 56.778,06 -0,1% 56.858,51 54.517,76 +95,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 65,62 65,63 -0,0% -0,01 +34,9%

Brent/ICE 69,06 68,96 +0,1% 0,10 +34,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.793,82 1.785,60 +0,5% +8,22 -5,5%

Silber (Spot) 26,74 26,47 +1,0% +0,28 +1,3%

Platin (Spot) 1.235,53 1.228,08 +0,6% +7,45 +15,4%

Kupfer-Future 4,57 4,54 +0,7% +0,03 +29,7%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/hab

(END) Dow Jones Newswires

May 06, 2021 03:32 ET (07:32 GMT)

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