MÄRKTE EUROPA/Aktien und Euro nach US-Zinsanhebung schwach
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FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte sind am Donnerstag schwach in den Handel gestartet. So verliert der DAX am Morgen 1,4 Prozent auf 12.594 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,5 Prozent auf 3.441 Zähler nach unten. Für die Wall Street ging es bereits nach der Zinsanhebung in den USA gen Süden, die europäischen Börsen folgen. Die Zinsentscheidung in Japan liefert keinen Impuls für die globalen Märkte, geht sie doch ihren eigenen Weg. Als eine von ganz wenigen Notenbanken weltweit lässt sie die Geldschleusen weit offen und schickt den Yen auf Talfahrt. Aber der Tag der Notenbanken fängt erst richtig an, es folgen die Zinsentscheidungen der Schweizerischen Nationalbank, der Norges Bank, der türkischen Nationalbank wie auch der Bank of England. Fraglich ist dabei, ob die Notenbanker aus London der Fed folgen und die Leitzinsen gleich um 75 Basispunkte anheben, oder aber um 50 Basispunkte, wie mehrheitlich erwartet.
US-Notenbank hebt Zinsen länger und höher an - selbst wenn dies Wachstum und Arbeitsplätze kostet.
Die US-Notenbank hat die Leitzinsen am Vorabend erwartungsgemäß um weitere 75 Basispunkte angehoben. Damit nicht genug, denn die wirklich falkenhafte Botschaft lag für Christian Scherrmann, US-Volkswirt bei der DWS, in den aktualisierten Wirtschaftsprognosen. Die jüngsten Einschätzungen der Zentralbanker deuten darauf hin, dass man bereit ist, die Zinssätze noch in diesem Jahr auf 4,4 Prozent anzuheben und auch 2023 hindurch sogar etwas über diesem Niveau (4,6 Prozent) zu belassen. Erst im Jahr 2024 könnten etwas niedrigere Zinsen gerechtfertigt sein. Der Grund für diese aggressivere Haltung scheint die doch zähere Inflation zu sein - Preisstabilität in Form des Inflationsziels von zwei Prozent wird erst für 2025 erwartet.
In der Pressekonferenz bekräftigte der Fed-Vorsitzende Powell seine Ansicht, dass die Arbeitsmärkte trotz einer gewissen Verlangsamung des Wachstums weiterhin "unausgeglichen" zu sein scheinen, die Zahl der offenen Stellen sei noch immer höher als das Angebot an Arbeitskräften. Höchstwahrscheinlich bedürfe es einer "andauernden Periode eines unter dem Trend liegenden Wachstums" und einer gewissen Abschwächung auf den Arbeitsmärkten.
Schwach tendiert der Euro, der mit 0,9807 Dollar auf ein neues Mehrjahrestief gefallen ist. Für die Devisenstrategen hat er damit die Tür in Richtung 0,96 Dollar geöffnet. Die Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentieren am Morgen bei 1,92 Prozent um 4 Basispunkte höher. Die Zinskurve ist hier, im Gegensatz zu den USA, noch nicht invers, flacht sich allerdings zusehends ab.
Die Nachrichtenlage ist von Unternehmensseite am Morgen extrem dünn. Keinen großen Impuls für Henkel (- 1%) sehen Händler in den Zahlen von HB Fuller. Der US-Konzern hat zwar die Gewinnerwartung auf EBITDA-Basis auf 540 bis 550 Millionen Dollar erhöht von 530 bis 550 Millionen Dollar. Die Quartalszahlen lagen aber unter den Erwartungen. Zudem hatte Henkel erst die Umsatzprognose erhöht.
Die Aktien von Suse setzen ihre Talfahrt beschleunigt nach Zahlenvorlage fort und brechen um 26 Prozent ein. Suse erwartet nun nur noch ein Wachstum des annualisierten Vertragswerts (Kern-ACV-Wachstum) von etwa 10 Prozent. "Bisher ist der Markt von etwa 15 Prozent ausgegangen", so ein Marktteilnehmer. Im dritten Quartal hat der ACV sowohl die Prognose als auch den Vorjahreswert verfehlt.
Ein Blick auf die Sektoren zeigt, dass die von den Bewertungen her eher zinssensibleren Technologiewerte im Schnitt europaweit um 2,6 Prozent verlieren, während sich defensive Sektoren wie Lebensmittelhersteller oder Telekomwerte europaweit deutlich besser halten.
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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.440,90 -1,5% -50,97 -20,0%
Stoxx-50 3.418,55 -1,2% -39,96 -10,5%
DAX 12.593,64 -1,4% -173,51 -20,7%
MDAX 23.452,75 -1,9% -455,25 -33,2%
TecDAX 2.752,41 -1,9% -53,02 -29,8%
SDAX 11.019,80 -2,3% -260,41 -32,9%
FTSE 7.174,25 -0,9% -63,39 -2,0%
CAC 5.948,08 -1,4% -83,25 -16,9%
Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite 1,90 +0,01 +2,08
US-Zehnjahresrendite 3,55 +0,02 +2,04
DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Uhr Mi, 17:04 Uhr % YTD
EUR/USD 0,9833 -0,1% 0,9839 0,9874 -13,5%
EUR/JPY 143,25 +1,0% 141,79 142,31 +9,5%
EUR/CHF 1,0367 -0,4% 1,0341 1,0361 -8,6%
EUR/GBP 0,8751 +0,2% 0,8730 0,8718 +4,1%
USD/JPY 145,79 +1,2% 144,05 144,13 +26,7%
GBP/USD 1,1235 -0,4% 1,1275 1,1326 -17,0%
USD/CNH 7,1006 +0,4% 7,0744 7,0636 +11,7%
Bitcoin
BTC/USD 18.817,28 +2,0% 18.441,27 19.196,57 -59,3%
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 82,86 82,94 -0,1% -0,08 +17,7%
Brent/ICE 89,98 89,83 +0,2% +0,15 +21,7%
GAS VT-Settlem. +/- EUR
Dutch TTF 187,00 189,78 -1,5% -2,79 +199,2%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.658,28 1.674,20 -1,0% -15,93 -9,4%
Silber (Spot) 19,37 19,63 -1,3% -0,26 -16,9%
Platin (Spot) 896,43 912,90 -1,8% -16,48 -7,6%
Kupfer-Future 3,48 3,48 -0,0% -0,00 -21,4%
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com
DJG/thl/cln
(END) Dow Jones Newswires
September 22, 2022 03:20 ET (07:20 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
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| 07.07.26 | Henkel vz Equal Weight | Barclays Capital | |
| 26.06.26 | Henkel vz Buy | Deutsche Bank AG | |
| 26.06.26 | Henkel vz Neutral | UBS AG | |
| 25.06.26 | Henkel vz Neutral | UBS AG |
