MÄRKTE EUROPA/Anleger etwas vorsichtiger - JD Sports knicken ein


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DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten ist es Donnerstag leicht nach unten gegangen. Der DAX verlor 0,4 Prozent auf 25.983 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es ebenfalls um 0,4 Prozent auf 6.422 Punkte nach unten. Hauptthema blieb vor allem die Entwicklung an den Anleihemärkten - vor allem in den USA. Gesprächsstoff lieferte die Ankündigung des US-Finanzministeriums, zukünftig mehr langlaufende Treasurys zurückzukaufen. Das sorgte kurzfristig für Entspannung bei den US-Anleihen, setzte aber dem Dollar zwischenzeitlich kräftig zu und dürfte hier weiter für Volatilität sorgen. Analysten sprachen im Kern von einer Neuauflage der "Operation Twist" der US-Notenbank, nur eben nicht durch die Fed, sondern das Finanzministerium. Dieses müsse nun mehr kurzlaufende US-Staatsanleihen begeben, um die Finanzierung für die Rückkäufe der Langläufer zu stemmen.

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Die Analysten der Rabobank sahen einen Zusammenhang zwischen den verstärkten Rückkäufen langlaufender Anleihen durch das US-Finanzministerium und dem Iran-Krieg. "US-Finanzminister Bessents Aktion zeigt, dass die USA sich nicht von steigenden Langfristrenditen daran hindern lassen wollen, gegen den Iran vorzugehen", schrieben sie in einem Kommentar. Darin habe schon immer die ökonomische Staatskunst bestanden - im Gegensatz zu der Auffassung, dass der Anleihemarkt so etwas verhindern könne. Bessent habe die Tür für eine künftige "Special Military Operation Twist" geöffnet, so wie auch in anderen US-Kriegen die Kreditkosten auf die eine oder andere Weise gekappt worden seien.

An den europäischen Anleihemärkten traten die Renditen letztlich auf der Stelle, der Goldpreis legte nach der Vortagesrally um weitere 0,1 Prozent auf 4.524 Dollar je Feinunze zu und holte damit zwischenzeitliche Verluste wieder auf.

Die Lage im Nahen Osten blieb derweil weiterhin unklar nach dem Ablauf des ohnehin brüchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran. Die Zahl der Frachtschiffe, die die Straße von Hormus täglich passieren, ist in den zweistelligen Bereich gefallen. Ein Friedensvertrag ist nicht in Sicht. Das eröffnet weiteres Aufwärtspotenzial für den Ölpreis. Der Preis für Brent zog um 2,3 Prozent auf 93,70 Dollar das Fass an. Damit schmolz der Abstand zu der für die Märkte psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Zudem hat US-Präsident Donald Trump damit gedroht, die USA würden beispiellose wirtschaftliche Maßnahmen gegen den Iran verhängen.

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JD Sports veröffentlichte ein schwächeres Trading-Update für das zweite Quartal. Grund dafür war laut RBC eine geringere Nachfrage nach Sportschuhen in den USA. Die flächenbereinigten Umsätze seien im ersten Halbjahr um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Der Konsens sei von einem Minus von 2 Prozent ausgegangen. Die Prognose für den Gewinn vor Steuern im Geschäftsjahr 2027 sei im Mittelwert um 6 Prozent auf 700 bis 800 Millionen Pfund gesenkt worden. Der Konsens liege hier bei 781 Millionen Pfund, so RBC. JD Sports brachen um 14,3 Prozent ein. Adidas verloren im Gefolge 3,1 Prozent, Puma reduzierten sich um 1,8 Prozent.

Laut Metzler legte Tonies robuste Geschäftszahlen vor. Der Umsatz im zweiten Quartal und das bereinigte EBITDA im ersten Halbjahr hätten beide jeweils Konsenserwartungen übertroffen. Die Margenkompression spiegele hauptsächlich einen ungünstigen Produktmix wider. Dies kam bei den Anlegern offenbar nicht gut an - Tonies fielen um 5,4 Prozent.

Während der Preis für Brent weiter deutlich über 90 Dollar je Fass notiert, trennten sich die Anleger von energieintensiven Investments. So stellten im MDAX Chemiewerte wie Lanxess und Wacker Chemie sowie die Stahlkocher Salzgitter und Thyssenkrupp die größten Verlierer mit Abgaben von bis zu 5,3 Prozent. Aber auch die Aktien von Aurubis und BASF schlossen leichter.

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Aber auch Analysten-Kommentare bewegten die Kurse. So hat die UBS die Aktie von Sartorius (+6,5%) auf "Buy" angehoben. Der Konzern sei gut positioniert für beschleunigtes Wachstum in den Jahren 2027 bis 2029, so die Analysten. Sie sehen starke zugrunde liegende Nachfrage nach Bioprozess-Verbrauchsmaterialien, angetrieben durch erhöhten Arzneimittelverbrauch aufgrund der alternden Bevölkerung.

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Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

Euro-Stoxx-50 6.422 -0,4 +11,3

Stoxx-50 5.461 -0,1 +11,2

Stoxx-600 650 -0,1 +10,0

DAX 25.983 -0,4 +6,5

FTSE-100 London 10.743 +0,0 +8,2

CAC-40 Paris 8.502 -0,6 +4,3

AEX Amsterdam 1.102 +0,0 +15,9

ATHEX-20 Athen 6.620 +0,3 +23,7

BEL-20 Brüssel 5.748 -0,1 +13,2

BUX Budapest 148.697 -0,0 +33,9

OMXH-25 Helsinki 6.294 +0,7 +10,4

OMXC-20 Kopenhagen 1.619 0,0 +0,7

PSI 20 Lissabon 9.239 +0,5 +11,8

IBEX-35 Madrid 19.848 -0,2 +14,7

FTSE-MIB Mailand 52.618 +0,1 +17,1

OBX Oslo 2.013 -0,4 +26,0

PX Prag 2.769 -0,1 +3,1

OMXS-30 Stockholm 3.244 +0,5 +12,5

WIG-20 Warschau 150.922 -1,0 +30,1

ATX Wien 6.593 -0,4 +23,8

SMI Zürich 14.387 -0,1 +8,4

* gerundet

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:12

EUR/USD 1,1678 +0,0 0,0001 1,1677 1,1669

EUR/JPY 185,54 +0,5 0,8600 184,68 184,8500

EUR/CHF 0,9336 +0,3 0,0026 0,9310 0,9326

EUR/GBP 0,8564 -0,2 -0,0015 0,8579 0,8574

USD/JPY 158,85 +0,4 0,6900 158,16 158,3900

GBP/USD 1,3632 +0,2 0,0029 1,3603 1,3608

USD/CNY 6,7225 -0,1 -0,0070 6,7295 6,7295

USD/CNH 6,7253 -0,1 -0,0059 6,7312 6,7298

AUS/USD 0,7118 -0,1 -0,0005 0,7123 0,7125

Bitcoin/USD 72.362,37 +4,8 3.294,51 69.067,86 68.588,13

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 87,94 +2,5 2,11 85,83

Brent/ICE 93,7 +2,3 2,08 91,62

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.524,42 +0,1 3,33 4.521,09

Silber 68,38 +2,2 1,46 66,92

Platin 1.827,65 +0,2 3,15 1.824,50

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

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August 20, 2026 12:21 ET (16:21 GMT)

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11.09.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.
04.08.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.
30.07.26 BASF Hold Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

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