MÄRKTE EUROPA/Börsen starten wenig verändert
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FRANKFURT (Dow Jones)--Wieder aufgeflammte Corona-Sorgen sorgen im frühen Geschäft am Freitag für Zurückhaltung an den europäischen Börsen. Die Wall Street war bereits am Vorabend deutlich schwächer aus dem Handel gegangen, am Morgen folgt ihr Asien auf dem Weg nach unten. Die Freude über einen Corona-Impfstoff an den Märkten scheint nun verflogen zu sein, in den USA wird auf die Rekordbelegung der Krankenhäuser geblickt. Wirtschaftlich steigt die Sorge vor weiteren bzw. längeren Lockdowns.
Mehrere Zentralbanker hätten bereits gewarnt, dass eine Impfung nicht sofort zur Beseitigung wirtschaftlicher Belastungen führen werde, sagt Chefstratege Michael McCarthy von CMC Markets. Dazu kommt die Angst vor schwer kalkulierbaren Aktionen des scheidenden US-Präsidenten. Er erklärte nun Investments in chinesische Aktien für illegal, die als vom Militär kontrolliert betrachtet werden. Der DAX verliert 0,2 Prozent auf 13.031 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stagniert bei 3.429 Zählern.
Eine klare Fortsetzung der Gegenbewegung auf die Corona-Impfstoff-Euphorie vom Montag sehen Händler zum Wochenschluss. So befänden sich unter den Hauptgewinnern bei den Nebenwerten Bleib-zu-Hause-Titel wie Hellofresh, Compugroup, Zalando mit bis zu 2 Prozent Plus, unter den Verlierern zeigen sich Reise- und Veranstaltungswerte wie Lufthansa und CTS Eventim sowie im DAX MTU.
Ordentliche Geschäftszahlen von Deutsche Wohnen und Deutsche Euroshop
Grundsätzlich zufrieden zeigt man sich im Handel mit den Geschäftszahlen von Deutsche Wohnen (plus 1,1 Prozent). Der Ausblick wurde bestätigt, die Jahresziele erreicht. Das Betriebsergebnis (FFO) stieg aber nur noch leicht zum Vorjahr. Zudem werden Bewertungsgewinne in Höhe von rund 6 Prozent des derzeitigen Immobilienwertes vorgenommen. "Wenn man die Mieten zum Beispiel wegen Mietdeckeln nicht mehr erhöhen kann, muss man eben an der Bewertung drehen", sagt ein Händler.
Als sehr ordentlich werden die Geschäftszahlen von Deutsche Euroshop (plus 1 Prozent) im Handel bezeichnet. Das Geschäft im dritten Quartal habe sich wie erhofft deutlich belebt. Es konnten wieder 92 Prozent der Mieten eingenommen werden.
Salzgitter hat ihren Verlust im dritten Quartal verringert. Analysten hatten jedoch mit einer stärkeren Reduzierung des Vorsteuerverlustes gerechnet. Der Kurs sinkt um 1 Prozent. Nach Zahlen geht es für Aumann nach Geschäftszahlen um 1,8 Prozent nach unten. Der Umsatz brach um über 38 Prozent ein, jedoch sei in den ersten neun Monaten wenigstens ein Verlust vermieden worden. "Das lässt hoffen, dass der Druck auf die Zulieferbranche nachlässt", sagt ein Händler.
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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.428,52 0,01 0,32 -8,45
Stoxx-50 3.047,58 -0,30 -9,31 -10,45
DAX 13.030,51 -0,17 -22,44 -1,65
MDAX 28.382,46 0,17 48,44 0,25
TecDAX 3.021,90 -0,19 -5,71 0,23
SDAX 13.081,50 0,26 34,47 4,55
FTSE 6.303,70 -0,56 -35,24 -15,96
CAC 5.369,00 0,12 6,43 -10,19
Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,54 0,00 -0,78
US-Zehnjahresrendite 0,88 0,00 -1,80
DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:31h Do, 17:15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1815 +0,07% 1,1805 1,1815 +5,4%
EUR/JPY 124,20 +0,06% 123,92 124,22 +1,9%
EUR/CHF 1,0810 +0,08% 1,0800 1,0794 -0,4%
EUR/GBP 0,8983 -0,20% 0,8976 0,8996 +6,1%
USD/JPY 105,12 -0,01% 104,99 105,14 -3,4%
GBP/USD 1,3159 +0,31% 1,3148 1,3136 -0,7%
USD/CNH (Offshore) 6,6122 -0,06% 6,6272 6,6039 -5,1%
Bitcoin
BTC/USD 16.226,36 -0,05% 16.255,50 16.099,00 +125,1%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,59 41,12 -1,3% -0,53 -28,1%
Brent/ICE 43,20 43,53 -0,8% -0,33 n.def.
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.879,21 1.878,00 +0,1% +1,21 +23,9%
Silber (Spot) 24,28 24,33 -0,2% -0,04 +36,1%
Platin (Spot) 888,28 883,98 +0,5% +4,30 -8,0%
Kupfer-Future 3,16 3,15 +0,3% +0,01 +11,7%
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com
DJG/mpt/flf
(END) Dow Jones Newswires
November 13, 2020 03:50 ET (08:50 GMT)
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