MÄRKTE EUROPA/Börsen von steigenden geopolitischen Risiken gedrückt


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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bleiben am Montagmittag unter erheblichem Abgabedruck. Die geopolitischen Risiken sind über das Wochenende gestiegen. US-Außenminister Mike Pompeo hatte erklärt, es gebe "Beweise" dafür, dass das Coronavirus in einem chinesischen Labor in Wuhan begonnen habe. "Das Risiko steigt, dass eine neue Runde bilateraler Handelskonflikte ausbrechen könnte", heißt es bei der Commerzbank.

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Zudem berichteten einige große US-Technologieunternehmen von einem schwachen Start in das Jahr, was die Stimmung an den Börsen in den USA am vergangenen Freitag belastet hatte, als die Börsen in Europa wegen des Feiertags geschlossen waren. Bei Tesla war es zudem Chef Elon Musk persönlich, der den Aktienkurs schwach redete. In diesem Umfeld verliert der DAX 3,5 Prozent auf 10.485 Punkte, der Euro-Stoxx-50 notiert 3,6 Prozent tiefer bei 2.823.

Unter deutlichem Abgabedruck zyklische Branchen. Mit der Sorge vor einem möglichen weiteren Handelskonflikt der USA mit China wird der Sektor der Automobilwerte 5,2 Prozent tiefer gehandelt. Stark fallende Ölpreise drücken den Öl- und Gassektor um 5,4 Prozent nach unten. Der defensive Pharmasektor hält sich mit einem Minus von 0,4 Prozent sehr gut.

Berlin mit möglichem Direkteinstieg bei Lufthansa

Lufthansa geben 2,9 Prozent nach. Der Aufsichtsrat der Airline berät über die durch die Corona-Pandemie verursachte Krise des Unternehmens. Die Lufthansa verhandelt derzeit mit der Bundesregierung über Staatshilfen. In einem Brief des Vorstands an die Lufthansa-Mitarbeiter hieß es, die Gespräche mit der Bundesregierung könnten voraussichtlich bald abgeschlossen werden. Laut "Spiegel" plant die Bundesregierung einen Direkteinstieg bei der angeschlagenen Fluggesellschaft.

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Thyssenkrupp verlieren 13 Prozent. Belastend wirkt ein Artikel in der "FT", laut dem die Beteiligungsgesellschaften Cinven und Advent auf der Suche nach weiteren Investoren seien, um die Übernahme der Aufzugsparte zu stemmen. Allerdings heißt es, dass der Deal auch ohne zusätzliche Investoren zu stemmen sei. Daneben drückt ein Brief des Vorstands an die Mitarbeiter, wonach der finanzielle Spielraum aus dem Verkauf des Aufzuggeschäfts weitaus geringer als ursprünglich angenommen sein werde.

Mit dem Blick auf die Aussetzung der Dividende verliert die Aktie von Freenet 12,2 Prozent. "Nachdem das Unternehmen vor anderthalb Monaten noch zur Dividende gestanden hat, ist dies eine Enttäuschung", so ein Marktteilnehmer. Die Zahlen zum ersten Quartal stufen die Analysten von Jefferies als "rundum solide" ein.

Die Staatshilfen für Europcar belasten Sixt. Der Kurs fällt um 10,5 Prozent. "Der Markt befürchtet, dass Europcar nun mit Dumping-Preisen den Markt verzerrt", sagt ein Händler. Zudem werde die Konsolidierung in der Branche nun verzögert.

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FDA erteilt Roche-Antikörpertest die Schnellzulassung

Die Aktie von Roche gewinnt 1,3 Prozent. Positiv wird gesehen, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA dem Covid-19-Antikörpertest von Roche in einem Notfallverfahren die Zulassung erteilt. Roche will schon im Mai eine hohe zweistellige Millionenzahl an Tests in Ländern, "die die CE-Kennzeichnung anerkennen" (europäischer Wirtschaftsraum), und in den USA anbieten.

Royal Mail ziehen 6,3 Prozent an. Wie es heißt, hat sich der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky mit 5,35 Prozent an dem ehemaligen Staatsunternehmen beteiligt. Der Wert des Anteils liege bei 85 Millionen Pfund. "Nun gibt es Spekulationen, der Einstieg könnte einen Übernahmeversuch auslösen", sagt David Madden von CMC Markets.

Telefonica gewinnen 4 Prozent. Händler verweisen auf Berichte, Telefonica könnte die Tochter O2 mit Virgin Media von Liberty Global verschmelzen. Entsprechende Spekulationen hatten den Kurs von Liberty Global am Freitag um knapp 15 Prozent in die Höhe getrieben.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 2.823,40 -3,57 -104,53 -24,61

Stoxx-50 2.773,70 -2,03 -57,45 -18,49

DAX 10.484,95 -3,47 -376,69 -20,86

MDAX 22.352,09 -3,00 -691,61 -21,05

TecDAX 2.774,89 -2,79 -79,76 -7,96

SDAX 10.049,18 -2,93 -303,76 -19,68

FTSE 5.746,81 -0,28 -16,25 -23,59

CAC 4.394,92 -3,88 -177,26 -26,48

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,56 0,03 -0,80

US-Zehnjahresrendite 0,60 -0,01 -2,08

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 9:11 Fr, 21:00 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0928 -0,41% 1,0937 1,0977 -2,6%

EUR/JPY 116,76 -0,39% 116,83 117,30 -4,2%

EUR/CHF 1,0543 -0,17% 1,0540 1,0555 -2,9%

EUR/GBP 0,8808 +0,21% 0,8780 0,8789 +4,1%

USD/JPY 106,85 +0,01% 106,80 106,85 -1,8%

GBP/USD 1,2407 -0,61% 1,2457 1,2491 -6,4%

USD/CNH (Offshore) 7,1242 -0,16% 7,1374 7,1387 +2,3%

Bitcoin

BTC/USD 8.631,26 -2,54% 8.592,26 8.715,01 +19,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 18,75 19,78 -5,2% -1,03 -68,5%

Brent/ICE 25,77 26,44 -2,5% -0,67 -59,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.704,57 1.700,22 +0,3% +4,36 +12,3%

Silber (Spot) 14,96 15,01 -0,3% -0,05 -16,2%

Platin (Spot) 767,50 765,60 +0,2% +1,90 -20,5%

Kupfer-Future 2,30 2,32 -0,9% -0,02 -18,2%

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

May 04, 2020 07:19 ET (11:19 GMT)

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06.07.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
03.07.26 Lufthansa Buy UBS AG
02.07.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
29.06.26 Lufthansa Neutral JP Morgan Chase & Co.
23.06.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research