MÄRKTE EUROPA/Etwas erholt - Kurssprung bei Schott dank Ausblick
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DOW JONES--Mit einem positiven Start in den Donnerstag zeigen sich Europas Börsen. Der DAX legt um 0,5 Prozent auf 25.033 Punkte zu und macht damit aber nur einen kleinen Teil der Vortagesverluste wett. Der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,8 Prozent auf 6.256 Zähler. Die Ölpreise hatten bereits am Vorabend begonnen, von ihren Tageshochs zurückzukommen. Am Morgen halten sie das etwas tiefere Niveau. Die USA griffen in der Nacht zwar wieder Ziele im Iran an, US-Präsident Trump dämpfte am Vortag aber seine Aussagen zum Ende eines Waffenstillstands und sprach davon, keine vollständige Wiederaufnahme des Krieges zu planen.
Händler sprechen davon, dass die Märkte die fragile Lage im Nahen Osten davor viel zu selbstgefällig behandelt hätten. Neue Risiken gebe es nicht, mit dem Kursrutsch am Vortag seien nur die schon immer bestehenden Risiken wieder realistisch bewertet worden.
Vivek Dhar, Analyst für Bergbau- und Energierohstoffe bei der Commonwealth Bank of Australia, meint dazu: "Die Ölmärkte waren nach der Unterzeichnung des Memorandums am optimistischsten", sie hätten danach gleich wieder auf die Rückkehr zu einem Überangebot geblickt. Daher dürften die Brent-Öl-Futures in den kommenden Tagen am stärksten zulegen, falls der Öltankerverkehr durch die Meerenge wieder zurückgehen sollte.
Inflation steht neben dem Ölpreisanstieg auch mit dem Fed-Protokoll im Fokus. Es zeigt eine geteilte Meinung der Notenbanker zu weiteren Zinserhöhungen. Als bemerkenswert bezeichnen Händler die Hinweise auf "KI-Inflation", also die zunehmende Ansteckung der Preise für Endverbraucher durch den enormen Preisanstieg bei Chips und Speicherbausteinen. Von der Societe Generale heißt es, das Protokoll deute auf eine restriktive Haltung der Notenbank. Dennoch sei eine unmittelbare Zinserhöhung im Juli angesichts des schwächeren US-Arbeitsmarktberichts für Juni weniger wahrscheinlich.
Positive Inflationssignale kommen derweil aus China: Dort stiegen die Produzentenpreise um 4,1 Prozent zum Vorjahr an und deuten auf eine Belebung der chinesischen Wirtschaft mit künftig steigenden Industriegewinnen. Dies ist erst der vierte Monat in Folge mit wieder gestiegenen Preisen. Davor war China seit 2022 in einer Deflation.
Wichtige Konjunkturdaten stehen indes nicht an. Die EZB veröffentlicht nach der Fed ihr Protokoll von der vergangenen Sitzung Mitte Juni, in den USA werden die wöchentlichen Erstanträge vorgelegt.
Im Fokus des Marktes steht Volkswagen mit ihrer Aufsichtsratsitzung. Hier könnte im Tagesverlauf über Werksschließungen entschieden werden. Die Aktien geben 0,1 Prozent ab. Dazu gibt es schon einige Geschäftszahlen. Beim Optiker Fielmann werden die Geschäftszahlen als ordentlich bezeichnet. Nur der Ausblick sei einen Tick gedämpfter ausgefallen wegen der schlechten Verbraucherstimmung in Deutschland. Die Aktien tendieren 0,1 Prozent leichter.
Sehr positiv kommt die erhöhte Prognose von Schott Pharma an. Hier wird mit höherem Umsatz und erhöhter Marge gerechnet. Dazu kommt noch eine Hochstufung durch RBC Capital. Der Kurs springt um 14,9 Prozent nach oben. Beim schweizerischen Schokoladenhersteller Barry Callebaut sieht es indes durchwachsen aus: Die vorausgegangene Explosion der Schokoladenpreise hat den Absatz auf Jahressicht deutlich fallen lassen. Ein Lichtblick war aber das jüngste Quartal mit einer leichten Erholung. Die Aktien geben 0,4 Prozent nach.
Auch Umstufungen sorgen für kräftige Bewegung: Bei Siltronic hat Exane BNP auf "Outperform" nach "Neutral" erhöht. Zusammen mit der marktbreiten Erholung europäischer Chip-Aktien springen die Titel daher um 9,3 Prozent nach oben. In Wien geht es für Erste Group um 2,3 Prozent höher, nachdem die Aktien mit "Kaufen" durch Goldman Sachs aufgenommen wurden.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 6.255,92 +0,8 51,01 6.204,91 8,0
Stoxx-50 5.363,60 +0,3 14,08 5.349,52 9,1
DAX 25.032,79 +0,5 135,34 24.897,45 2,2
MDAX 31.789,55 +0,9 273,20 27.039,42 3,8
TecDAX 3.775,53 +0,8 29,59 3.091,28 4,2
SDAX 18.113,17 +1,1 191,65 13.062,07 5,5
FTSE 10.445,28 -0,4 -43,76 10.489,04 5,2
CAC 8.293,71 +0,5 41,05 8.252,66 1,8
SMI 14.201,12 +0,2 26,77 14.174,35 7,0
ATX 6.465,00 +1,4 88,44 6.376,56 21,3
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:12
EUR/USD 1,1436 +0,2 0,0022 1,1414 1,1406
EUR/JPY 185,69 +0,0 0,0800 185,61 185,5000
EUR/CHF 0,9226 -0,0 -0,0003 0,9229 0,9228
EUR/GBP 0,8518 -0,1 -0,0008 0,8526 0,8532
USD/JPY 162,36 -0,1 -0,2200 162,58 162,6100
GBP/USD 1,3421 +0,3 0,0035 1,3386 1,3366
USD/CNY 6,795 -0,1 -0,0075 6,8025 6,8025
USD/CNH 6,7982 -0,1 -0,0080 6,8062 6,8088
AUS/USD 0,6934 +0,1 0,0006 0,6928 0,6920
Bitcoin/USD 62.820,02 +1,2 746,29 62.073,73 61.626,47
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 73,05 -0,6 -0,47 73,52
Brent/ICE 77,91 -0,1 -0,11 78,02
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.104,41 +0,7 28,09 4.076,32
Silber 59,07 +1,3 0,78 58,30
Platin 1.612,22 +2,2 33,97 1.578,25
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mod/flf
(END) Dow Jones Newswires
July 09, 2026 03:35 ET (07:35 GMT)
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