MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Euro zieht nach Preisdaten leicht an


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FRANKFURT (Dow Jones)--Mit kleineren Aufschlägen zeigen sich Europas Börsen am Mittwochmittag. Die Bekanntgabe der deutlich höher als erwartet ausgefallenen europäischen Verbraucherpreise bewegen die Börsen kaum, ziehen den Euro allerdings etwas nach oben auf 1,1314 Dollar. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent und lagen 5,1 (Dezember: 5,0) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte hatten einen Rückgang von 0,5 Prozent und eine Jahresteuerung von 4,3 Prozent prognostiziert.

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Der DAX handelt 0,4 Prozent höher bei 15.676 Punkten, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,5 Prozent auf 4.244 Punkte zu. Ein insgesamt positiver Verlauf der Berichtssaison stützt die Notierungen. Gute Geschäftszahlen kommen unter anderem aus dem Technologiesektor. Eine Steilvorlage sind laut Börsianern die Quartalszahlen des US-Chipriesen AMD vom späten Vorabend. Derweil wächst die Google-Mutter Alphabet weiter rasant. Für den Technologiesektor geht es 1,1 Prozent nach oben.

EZB dürfte am Donnerstag am Kurs festhalten

Der EZB-Rat wird seinen geldpolitischen Kurs aus Sicht von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der liechtensteinischen VP Bank, trotz der gestiegenen Inflationsrate am Donnerstag bestätigen. Zwar dürfte EZB-Präsidentin Christine Lagarde die höhere Inflation nicht gefallen, doch dürfte der Rückgang der Kerninflation einen gewissen Trost spenden. "Dies wird EZB-Chefin Christine Lagarde nach der EZB-Notenbanksitzung besonders betonen." Klar sei aber auch, dass die Währungshüter weiterhin die Risiken länger anhaltend höherer Inflationsraten einräumten.

Hierzulande werden die Geschäftszahlen von Siltronic positiv gesehen. Siltronic (+1%) hat im abgelaufenen Jahr bei Umsatz und Gewinnmargen die jüngst angehobenen eigenen Prognosen übertroffen. Der Siliziumwaferhersteller profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage nach Halbleiterkomponenten, im Schlussquartal stieg der Gewinn weiter überproportional zum Umsatz.

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Der Softwareanbieter Teamviewer (+16%) hat gute vorläufige Viertquartalszahlen mitgeteilt und daneben auch ein Aktienrückkaufprogramm aufgelegt, das ein Volumen von bis zu 300 Millionen Euro oder maximal 20 Millionen Aktien aufweist. Das entspricht knapp 10 Prozent der im Umlauf befindlichen Aktien. Positiv liest sich auch der Ausblick von Teamviewer.

Mit Blick auf das Minus von 5 Prozent bei Telenor verweist ein Händler auf den 2022er-Ausblick. Während die Norweger im Schlussquartal den Umsatz gegenüber dem Vorjahr noch leicht steigern konnten, gelang dies beim EBITDA nicht. Für 2022 erwartet das Management ein wenig verändertes bis leicht positives organisches EBITDA. Für einige Investoren scheint dies keine Perspektive zu sein, gibt es doch im Telekommunikationssektor momentan viel Bewegung.

Der Schweizer Pharmariese Novartis hat seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Hilfe des milliardenschweren Verkaufs von Roche-Aktien knapp verdreifacht - auf etwas über 24 Milliarden Dollar. Die Dividende soll um 3,3 Prozent auf 3,10 Franken steigen. Die Aktie verliert dennoch 3 Prozent. "Die Zahlen liegen im unteren Bereich der Erwartungen", sagt ein Marktteilnehmer. Enttäuschend sei auch, dass Novartis nichts Konkretes zum Verkauf von Sandoz gesagt habe, sondern sich sogar alle Optionen offen halte.

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Novo Nordisk gewinnen 3,7 Prozent. "Die Zahlen sind in Ordnung", sagt ein Börsianer. Der Umsatz habe die Erwartungen um 2 Prozent geschlagen, und der Umsatzausblick von plus 6 bis 10 Prozent liege eher im oberen Bereich der Prognosen.

Vodafone zeigen sich nach dem Zahlenwerk fester. Der Kurs steigt um 2,8 Prozent. Vodafone spricht von einer Entwicklung im Rahmen der Erwartungen. Den Ausblick hat das Unternehmen bekräftigt.

Im Bankensektor ragen Raiffeisen International mit einem Plus von 5,2 Prozent heraus. "Die Zahlen liegen deutlich über den Erwartungen", meint ein Händler. Die Dividende werde mehr als verdoppelt.

Julius Bär mit durchwachsenen Zahlen

"Im Rahmen der Erwartungen", heißt es dagegen zu den Geschäftszahlen der spanischen Santander (+0,3%). Der Nettogewinn im vierten Quartal liegt mit 2,3 Milliarden Euro 6 Prozent über den Konsenserwartungen und 12 Prozent über der Schätzung der Citigroup. Bemängelt werden aber höhere Kosten.

Um 6,2 Prozent abwärts geht es mit Julius Bär - trotz eines Rekordgewinns und eines Aktienrückkaufprogramms. Citi spricht dennoch nur von durchwachsenen Geschäftszahlen. Die Einnahmen hätten in der zweiten Jahreshälfte die Erwartungen getroffen, operative Kosten und Rückstellungen stärker belastet als gedacht. Auch sei das Aktienrückkaufprogramm etwas größer erhofft worden.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.247,18 +0,5% 22,73 -1,2%

Stoxx-50 3.809,04 +0,3% 10,17 -0,3%

DAX 15.683,27 +0,4% 63,88 -1,3%

MDAX 34.290,66 +1,6% 554,67 -2,4%

TecDAX 3.548,64 +1,3% 43,82 -9,5%

SDAX 15.501,30 +1,1% 161,36 -5,6%

FTSE 7.602,12 +0,9% 66,34 +2,0%

CAC 7.136,62 +0,5% 37,13 -0,2%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,04 +0,01 +0,22

US-Zehnjahresrendite 1,79 -0,01 +0,28

DEVISEN zuletzt +/- % Mi,8:30 Di, 17:47 % YTD

EUR/USD 1,1320 +0,4% 1,1278 1,1241 -0,4%

EUR/JPY 129,40 +0,1% 129,26 128,99 -1,1%

EUR/CHF 1,0404 +0,2% 1,0379 1,0376 +0,3%

EUR/GBP 0,8343 +0,1% 0,8332 0,8325 -0,7%

USD/JPY 114,31 -0,3% 114,73 114,76 -0,7%

GBP/USD 1,3568 +0,3% 1,3536 1,3501 +0,3%

USD/CNH (Offshore) 6,3604 -0,2% 6,3718 6,3723 +0,1%

Bitcoin

BTC/USD 38.618,78 -0,2% 38.379,41 38.957,41 -16,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 88,21 88,20 +0,0% 0,01 +17,8%

Brent/ICE 89,00 89,16 -0,2% -0,16 +14,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.803,50 1.801,09 +0,1% +2,41 -1,4%

Silber (Spot) 22,80 22,65 +0,7% +0,15 -2,2%

Platin (Spot) 1.039,51 1.030,45 +0,9% +9,06 +7,1%

Kupfer-Future 4,49 4,43 +1,3% +0,06 +0,6%

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 02, 2022 07:12 ET (12:12 GMT)

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DatumRatingAnalyst
30.06.26 Novo Nordisk Hold Jefferies & Company Inc.
29.06.26 Novo Nordisk Neutral JP Morgan Chase & Co.
19.06.26 Novo Nordisk Hold Deutsche Bank AG
17.06.26 Novo Nordisk Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
09.06.26 Novo Nordisk Hold Deutsche Bank AG