MÄRKTE EUROPA/PMI zeigt düstere Aussichten für Deutschland
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FRANKFURT (Dow Jones)--Freundlich sind Europas Börsen am Montag in den Handel gestartet. Der DAX legt um 0,7 Prozent auf 12.817 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 um 0,5 Prozent auf 3.494 Zähler. Damit kommen die Indizies von den Tageshochs kurz nach Handelsbeginn deutlich zurück.
Im Fokus steht die Weltpolitik mit China und Großbritannien und besonders die Einkaufsmanager-Indizes (PMI), die rund um den Globus vorgelegt werden. Die Daten aus Asien liegen vor, nun werden die Daten Europas schrittweise vorgelegt. In Japan hält sich die Wirtschaft nur noch knapp über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. In Frankreich zeigt sich der Gesamtindex mit genau 50,0 Punkten auf der Kippe. Ganz düster sind aber die Aussichten für Deutschland: Hier brach der Gesamtindex für Service und Industrie auf 44,1 ein und zeigt sich damit tief im Rezessionsbereich. Die Daten sind noch schlechter als ohnehin befürchtet.
Berichtsaison und EZB-Zinserhöhung
Dazu blicken Markteilnehmer vor allem auf die Europäische Zentralbank. Sie dürfte die Leitzinsen im Wochenverlauf um 75 Basispunkte anheben, was mehrheitlich so an der Börse erwartet wird.
Daneben nimmt die Berichtssaison in Europa im Wochenverlauf Fahrt auf: Insgesamt legen 133 Stoxx-600-Unternehmen ihre Quartalszahlen vor, unter anderem Sanofi, Airbus, VW, Shell, Lufthansa, Linde, Totalenergies, BASF, ASMI, SAP, Anheuser-Busch InBev. Aber auch die Finanzwerte sind mit Credit Suisse, Banco Santander, UniCredit, Deutsche Bank, UBS und HSBC gut vertreten.
Datenflut und Politik in China
Auch China steht im Fokus mit einer Fülle von Daten und der Wiederwahl von Xi Jinping als Chef von Staat und Partei für weitere fünf Jahre. In Hongkong sorgt das für Druck auf die Börsen: Der Hang Seng-Index fällt über 6 Prozent.
Die neue Zusammensetzung des KP-Zentralkomitees verstärkt die Befürchtung, dass Xi seine ideologiegetriebene Politik auf Kosten des Wirtschaftswachstums fortsetze, so ein Marktteilnehmer: "Die Botschaft ist klar: Die Null-Covid-Lockdowns, die Agenda für gemeinsamen Wohlstand und die sektoralen Maßnahmen werden nicht verschwinden". Diese Risiken dürften Chinas jährliches Wirtschaftswachstum auf nur 2 bis 3 Prozent begrenzen.
Dazu gibt es zwar gute Daten von Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP), jedoch sehr schwache vom Immobilienmarkt. Das BIP legte im dritten Quartal um 3,9 Prozent zu und damit über der Prognose von 3,5 Prozent. Jedoch sanken die Immobilienpreise mit 1,5 Prozent zum Vorjahr noch stärker als befürchtet: Entsprechend bricht der Immobilienindex in Hongkong um 10,5 Prozent ein.
In Amsterdam leiden auch die Aktien der Technologie-Beteiligungsgesellschaft Prosus darunter und brechen 11 Prozent ein. Die wichtigste Beteiligung ist der chinesischen Tencent-Konzern, dessen Aktien in Hongkong rund 9 Prozent fallen.
London mit Regierungskrise im Blick
Dazu steht die britische Regierungskrise weiter im Blick. Der ehemalige Schatzkanzler Rishi Sunak kommt dem Posten des nächsten britischen Premierminister näher, nachdem sein Hauptkonkurrent Boris Johnson aus dem Rennen gegangen ist. Damit wird eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern abgewendet, die die regierende Konservative Partei zu spalten in der Lage gewesen wäre. Der Londoner Leitindex notiert wegen der anhaltenden Unsicherheiten gegen den Trend 0,2 Prozent im Minus.
Bei den Unternehmen hat Philips schwache Daten vorgelegt. Nach Einschätzung aus dem Handel ist aber schon viel Negatives in der Aktie eingepreist, daher geht es nur 1,1 Prozent tiefer. Vor allem der Cashflow sei schwach, heißt es. Lehrbuchmäßig habe das Unternehmen nun reagiert und erst einmal einen Jobabbau angekündigt.
Airbus im DAX steigen mit einem möglichen Auftrag aus Saudi-Arabien um 0,8 Prozent. An der Kursspitze stehen aber Atoss Software mit 9,8 Prozent Plus. Hier sprang der Umsatz dank eines starken Cloud-Geschäfts deutlich an.
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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.493,91 +0,5% 17,28 -18,7%
Stoxx-50 3.433,56 +0,6% 19,29 -10,1%
DAX 12.817,07 +0,7% 86,17 -19,3%
MDAX 23.047,17 +0,6% 129,16 -34,4%
TecDAX 2.768,89 +1,2% 32,79 -29,4%
SDAX 10.839,69 +0,3% 36,17 -34,0%
FTSE 6.947,36 -0,3% -22,37 -5,6%
CAC 6.069,25 +0,6% 33,86 -15,2%
Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite 2,34 -0,08 +2,52
US-Zehnjahresrendite 4,15 -0,07 +2,64
DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:06 Uhr Fr, 17:25 Uhr % YTD
EUR/USD 0,9841 -0,4% 0,9853 0,9809 -13,5%
EUR/JPY 146,87 +0,3% 146,75 144,76 +12,2%
EUR/CHF 0,9833 -0,1% 0,9830 0,9975 -5,2%
EUR/GBP 0,8686 +0,2% 0,8667 0,8741 +3,4%
USD/JPY 149,27 +0,8% 148,94 147,50 +29,7%
GBP/USD 1,1331 -0,6% 1,1370 1,1220 -16,3%
USD/CNH (Offshore) 7,2803 +0,6% 7,2738 7,2324 +14,6%
Bitcoin
BTC/USD 19.313,74 -1,1% 19.341,09 19.020,21 -58,2%
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 83,99 85,05 -1,2% -1,06 +20,3%
Brent/ICE 92,38 93,5 -1,2% -1,12 +25,6%
GAS VT-Settlem. +/- EUR
Dutch TTF 104,50 113,58 -8,0% -9,08 +77,1%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.651,16 1.657,83 -0,4% -6,67 -9,8%
Silber (Spot) 19,19 19,42 -1,2% -0,23 -17,7%
Platin (Spot) 932,75 935,35 -0,3% -2,60 -3,9%
Kupfer-Future 3,49 3,49 -0,2% -0,01 -21,2%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mod/flf
(END) Dow Jones Newswires
October 24, 2022 03:52 ET (07:52 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 09.07.26 | Airbus SE Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 09.07.26 | Airbus SE Buy | UBS AG | |
| 08.07.26 | Airbus SE Outperform | RBC Capital Markets | |
| 08.07.26 | Airbus SE Hold | Jefferies & Company Inc. | |
| 05.06.26 | Airbus SE Outperform | RBC Capital Markets |